Liberale Werte für Neuenrade erhalten

In der anschließenden Wahlversammlung stimmten die Mitglieder über ihre Kandidaten ab. - Fotos: Jentzsch

Neuenrade - Liberale Aspekte sollte, nein, muss es auch weiterhin in der politischen Landschaft geben – ungeachtet der negativen Entwicklungen der FDP auf Bundesebene. Das betonte die Vorsitzende Claudia Kaluza im Rahmen des gut besuchten Ortsparteitages am Montagabend.

Bevor sie in enger Kooperation mit ihrem Schatzmeister Rainer Krause die Tagesordnung abarbeitete, nutzte sie die Gelegenheit, um langjährige Parteimitglieder zu ehren. Urkunden und die Theodor-Heuss-Medaille hielt Kaluza für den Ehrenvorsitzenden Friedrich-Wilhelm Kohlhage, dessen Frau Ingrid und den Schatzmeister Rainer Krause parat. Sie wurden für ihre Parteitreue und für ihre Verdienste über die Parteigrenzen hinaus ausgezeichnet. Zudem verabschiedete die FDP-Ortsverbandsvorsitzende Gisela Kluth, die es aus privaten Gründen in den Norden der Republik zieht, und dankte ihr für ihr langjähriges Engagement. Kluth brachte sich seit zehn Jahren aktiv in der Neuenrader FDP ein, fungierte neben ihrem Engagement im Bau- und Planungsausschuss als Beisitzerin und Schatzmeisterin.

Im Geschäftsbericht drückte Claudia Kaluza ihre Enttäuschung über das Abschneiden der Partie auf Bundesebene aus. Auswirkungen auf die Kommunalebene seien nicht auszuschließen, man werde aber alles daransetzen, den liberalen Sektor in Neuenrade besser dastehen zu lassen. Man wolle keine Berliner Verhältnisse, sagte Kaluza mit Blick auf die große Koalition. Zukunftsweisendes Arbeiten sei für Neuenrade von großer Bedeutung, ergänzte die Vorsitzende.

Maßlos enttäuscht zeigte sich der Vorstand über das Verhalten der „Mächtigen“, die beim Thema Eugen-Schmallenbach-Berufskolleg die Muskeln spielen ließen. Abschreckend auf junge Menschen, die erstmals direkt mit Politik in Berührung kamen, wirke das Verhalten der „Großen“, waren sich Kaluza, Krause und Co einig und bezogen sich auf eine Sitzung des Schul- und Sportausschusses des Märkischen Kreises. Dort hatten die „kleinen“ Parteien den Antrag gestellt, die betroffenen Schüler zu Wort kommen zu lassen – vergeblich.

Bestätigungen prägten das anschließende Wahl-Prozedere. Claudia Kaluza (1. Vorsitzende und Schriftführerin), Peter Fröndt (stellvertretender Vorsitzender), Rainer Krause (Schatzmeister) sowie die beiden Beisitzer Volker Listringhaus und Christiane Frauendorf wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zum Delegierten für den Kreishauptausschuss wählten die Mitglieder Rainer Krause, Claudia Kaluza rückte „ins zweite Glied“. Einen Bürgermeister-Kandidaten werde die FDP nicht aufstellen, setzte die Vorsitzende ihre Mitglieder in Kenntnis. Im Rahmen der anschließenden Wahlversammlung stimmten die Mitglieder für Claudia Kaluza, Peter Fröndt, Ernst Dirks, Christiane Frauendorf und Lukas Heinze auf der Reserveliste. Als Kreistagsdirektkandidatin tritt die Ortsverbandsvorsitzende an, zusammen mit 14 bestätigten Wahlkreiskandidaten.

Konzeptideen für eine interkommunale Kulturplanung, wie es Halver, Kierspe, Schalksmühle und Meinerzhagen vormachen, gelte es zu entwickeln, meinte Kaluza. Hinsichtlich der innovativen und nachhaltigen Entwicklung der Innenstadt hob sie die Teilnahme am Landeswettbewerb „Ab in die Mitte! – City Offensive NRW“ hervor. „Wir Neuenrader Liberalen verstehen uns als Teil der liberalen Wertegemeinschaft. Verantwortung zu tragen, ist für uns keine leere Floskel“, betonte Kaluza. - Von Markus Jentzsch

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