Blockierte Hauptstraßen: Neuenrade zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten

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In der Altstadt kommt das Räumfahrzeug so gerade eben um die Ecke.

(update)Neuenrade - Zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten war Neuenrade in den frühen Morgenstunden. Betroffen waren vor allem die Fahrschüler und jene, die über die Werdohler Serpentinen Neuenrade erreichen wollten.

 Die Busse fuhren nicht, zudem blockierten an Steigungen festhängende Lastwagen die Fahrspuren. Dabei konnte weder von der Werdohler Seite aus, noch aus Richtung Balve der Verkehr reibungslos fließen. Grund: Querstehende Lastwagen blockierten vor allem auf Werdohler Seite aber auch an den Küntroper Steigungen die Fahrbahn, sodass hier für eine gute Stunde kein Durchkommen war. Später war die Strecke wenigsten einspurig befahrbar. Auch auf der Höllmecke ging für längere Zeit nichts, eine Fahrt via Kohlberg schien möglich, wurde aber offenbar wenig genutzt.

 Stark eingeschränkt war der Busbetrieb. Schüler, die zum Beispiel das Burggymnasium Altena erreichen wollten waren aufgeschmissen und mussten zuhause bleiben. Auch der Schulbetrieb in Neuenrade lief gestern nur eingeschränkt. Zumindest fehlten vor allem an der Hönnequell-Schule die Fahrschüler. „Relativ entspannt“, sagte Burgschulleiter Awerd Riemenschneider, sei es an der Burgschule abgelaufen. Nur ein paar Fahrschüler hätten gefehlt. Und der größte Teil der Lehrer sei auch an der Schule gewesen. Mehr Schüler hätten an der Altenaffelner Schule gefehlt.

Gänzlich geschlossen blieb indes die Freie Waldorfschule Neuenrade. Hier habe man bereits am Vorabend entschieden, den Schulbetrieb für den einen Tag einzustellen, zumal viele Schüler und Lehrer auch eine weite Anreise hätten, erläuterte Leiterin Sylvia van Loosen. So war sie gestern quasi allein in der Schule, während der Hausmeister das begehbare Schulgelände von Schnee befreite.

Unfallmäßig war es recht ruhig in Neuenrade. Nach Auskunft durch die Polizei blieb es bei Blechschäden. So fuhr sich in der Altstadt um 8 Uhr ein Autofahrer die Ölwanne seines Fahrzeugs kaputt. Zuvor habe wohl ein Räumfahrzeug einen Pflasterstein aus der Fahrbahn gelöst, auf den der Fahrer mit seinem Fahrzeug dann aufgefahren sei, berichtete die Polizei.

Auch aus Sicht der Feuerwehr verlief gestern morgen alles ruhig, wie Feuerwehrsprecher Nils Kohlhage vermeldete. Man habe mit Straßenblockaden durch umfallende Bäume gerechnet – doch es sei alles ruhig geblieben. Klaus Peter Korte, Leiter des Baubetriebshofes und mithin zuständig für den Schneeräumdienst, berichtete von einem normalen Ablauf des Räumdienstes. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

 „Wir waren vorbereitet“, sagte Korte. Natürlich könne man nicht an jeder Stelle gleichzeitig sein und räumen. Zudem seien die Schneefälle erst ab 5 Uhr so richtig losgegangen. Gearbeitet worden sei gemäß Stufe 1. Vor allem die Hauptverkehrsstraße und die Strecken mit den Buslinien habe man mehrfach räumen müssen. Bei den restlichen Strecken habe man zunächst wenigsten eine Fahrspur freigemacht. Erschwerend sei hinzugekommen, dass gleichzeitig die Müllabfuhr unterwegs gewesen sei. Vorsichtig war man auch in Sachen Kaisergarten: Das Dach wurde gestern Mittag von dem nassen Schnee befreit. Bildergalerie

 - Von Peter von der Beck

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