CDU nominiert Nachfolger

Affeln bekommt neuen Ortsvorsteher: Hochstein macht Schluss

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Ortsvorsteher Josef Hochstein (rechts) und Parteichef Marcus Dunker stellten Stefan Kemper (links) als neuen Kandidaten vor.

Affeln – Seit September 2004 ist Josef Hochstein (61) Ortsvorsteher in Affeln. Nach der Kommunalwahl am 13. September ist aber Schluss. Außerdem tritt Hochstein nicht noch einmal als Direktkandidat für die CDU im Bezirk Affeln an.

Sein Nachfolger soll Stefan Kemper werden. Dies hatte die CDU in der vergangenen Woche bei der Nominierung ihrer Direktkandidaten entschieden. Zuvor hatte Hochstein bei einer Versammlung im Stummelstübchen, dem Vereinsheim des SV Affeln, bereits die 20 CDU-Mitglieder aus Affeln informiert. 

„Es war eine schöne Zeit, die Spaß gemacht hat und erfolgreich war, denn es hat immer gepasst in der Kooperation mit den anderen Dörfern“, sagte Hochstein beim Treffen im Stummelstübchen. Man habe sich immer gefunden, und „die Kompromissbereitschaft aller hat zu tollen Ergebnissen für die gesamte Stadt geführt“, so Hochstein. 

Entscheidung schon vor einem Jahr getroffen

Schon vor einem Jahr sei er zu dem Entschluss gekommen, nicht mehr kandidieren zu wollen und habe sich deshalb frühzeitig auf die Suche nach einem möglichen Nachfolger begeben. Dabei kam er schnell auf Stefan Kemper. Denn Hochstein berichtete von der bereits guten Zusammenarbeit mit ihm und seinen Qualitäten als „Macher“, der gerne anpacke und sich einbringe. 

Der neue Kandidat der Christdemokraten für den Wahlbezirk Affeln war danach in seiner Vorstellungsrede voll des Lobes über Hochstein: „Ich weiß, wie viel er gemacht hat, ich habe riesigen Respekt vor dem, was er geleistet hat und weiterhin leistet.“ Kemper, aktuell Affelner Schützenkönig, berichtete, wie Affeln gewachsen sei und dass in Zukunft weiterhin das gesamte Dorf bei der Weiterentwicklung einbezogen werden müsse. 

Kemper: Stolz darauf, Affelner zu sein

Der 47-Jährige machte keinen Hehl aus seinem Lokalpatriotismus: „Affeln liegt mir am Herzen. Ich bin stolz darauf, Affelner zu sein.“ Für die wichtige Aufgabe des Ortsvorstehers habe er bereits die Zustimmung seiner Ehefrau eingeholt, schließlich nehme diese Aufgabe viel Zeit in Anspruch. Diese Rückendeckung sei ihm wichtig gewesen. 

Zeit fürs Ehrenamt fand Kemper bereits in der Vergangenheit. In 22-jähriger Vorstandsarbeit für die Schützen und in einem Jahrzehnt im Vorstand der Tischtennis-Abteilung des SV Affeln konnte er viel bewegen. Ihn motiviere, das Dorf mitzugestalten, weiterzuentwickeln und attraktiv zu halten: „Dazu liegt es mir am Herzen, dass wir für unsere Kinder, aber auch für uns selbst und unsere Eltern eine lebenswerte Zukunft gestalten.“ 

Unterstützung durch Bender

Sein Freund Alexander Bender soll enger Verbündeter und eine Art Stellvertreter sein. „Ich habe mich sehr gefreut, als Alex zugesagt hat, mich in meiner Aufgabe zu unterstützen. Seine Zusage motiviert mich noch mehr und es war das letzte Quäntchen Überzeugung, das ich brauchte, um die Herausforderung anzunehmen“, sagte Kemper. 

Auch Bender ist in Affeln kein Unbekannter: Seit seinem 16. Lebensjahr ist er in Vereinsvorständen aktiv, unter seiner Amtszeit als Kassierer der Fußball-Abteilung des SV Affeln wurden das Vereinsheim gebaut und die Kabinen renoviert. Aktuell engagiert er sich dort als Jugendtrainer. Im Leitungsteam des Männergesangvereins kümmert er sich um die Finanzen. „Die Interessen des Dorfes in politischen Gremien zu vertreten, genauso aber auch im Dorf über die Arbeit und Beweggründe von politischen Entscheidungen zu informieren, halte ich für sehr wichtig“, so Bender. Nur durch aktive Beteiligung könne etwas bewegt werden, Verständnis und Akzeptanz seien ihm zentrale Punkte. 

Bürgermeister erfreut

Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) zeigte sich erfreut über das mögliche neue Tandem für Affeln, denn „alle unsere Dörfer haben ein überproportional aktives Gemeinwesen, die beiden repräsentieren das in Reinform.“ Parteichef Marcus Dunker sieht in Stefan Kemper einen wohlbekannten Kandidaten für Affeln: „Wir haben ihm als Partei den Rücken gestärkt, er bekommt volle Unterstützung. Das ist wichtig für Affeln, denn er ist nicht für die CDU da, sondern für die Bürger.“

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