Erster Schultag an der Gemeinschaftsschule Neuenrade

75 Schülerinnen und Schüler hatten gestern ihren ersten Schultag an der neuen Gemeinschaftsschule.

NEUENRADE ▪ Es ist ein historisches Ereignis für die Neuenrader: Nach vielen, vielen Gesprächen, umfassenden Vorbereitungen und einem beispiellosen politischen und gesellschaftlichen Konsens ging gestern die Gemeinschaftsschule Neuenrade an den Start. 75 Schülerinnen und Schüler und das erste Kollegium unter Führung von Astrid Tillmann starteten dabei ins neue Schuljahr – auch mit einer gewissen Bürde.

„Sie werden immer die ältesten und die ersten Schüler bei Projekten sein“, betonte Schulleiterin Astrid Tillmann in ihrer Rede vor Schülern, Eltern und Vertretern von Rat, Verwaltung, Vertretern des kooperierenden Burggymnasiums Altena und der Bezirksregierung. Die Schüler des Gründungsjahrgangs blieben trotzdem recht gelassen, waren am Ende nicht ganz so aufgeregt als es zum ersten Unterricht in die Klassen ging. Dort bekamen sie vom Förderverein schon mal zum Einstand ein Kiste mit Bewegungsspielzeug überreicht.

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Historisches Ereignis: Erster Schultag Gemeinschaftsschule Neuenrade

Klare Sache, dass Bürgermeister Klaus Peter Sasse zu diesem historischen Ereignis ein Rede hielt. In Kurzform präsentierte er noch einmal die Hintergründe und die Chronologie der Ereignisse, die letztlich zum gestrigen Start der Gemeinschaftsschule in Neuenrade führten, welche nach dem Schulkompromiss im Landtag eigentlich Sekundarschule heißt. Sasse erinnerte sich an die Zeit als die Gertrudenschule nur elf Anmeldungen aufwies und Neuenrade kurz davor war, eine Stadt ohne weiterführende Schule zu werden, als man vom Schulversuch hörte, alle Hebel in Bewegung setzte. Er erinnerte sich an den großen gesellschaftlichen und politischen Konsens. Sasse sprach vom großen „G“. Gemeinsam sei man für die Gemeinschaftsschule eingetreten, habe gemeinsam dafür gearbeitet.

Und es gab Lob für die Hauptschule, deren Akteure für das große Ganze ihre Schule mit einem Beschluss offiziell beerdigt hatte und bei der Neugründung der Schule half. Sasse erinnerte sich gut an den Termin im Ratssaal Ende November, einem absoluten Stresstest, bei der die Meinung der Eltern abgefragt und eine 80-prozentige Zustimmung erreicht wurde. Sasse appellierte an die Eltern und Lehrerschaft. „Wenn es Probleme gibt, sprecht uns an, misch euch ein“. Man werde helfen, wenn möglich. Der Bürgermeister beendete seine Rede mit „Glückauf“ für die neue Schule.

Aufgelockert wurde die Eröffnungsfeier in der Schulaula mit einem Tanz von Schülern des Burggymnasiums und BGA-Lehrer Dr. Koch sprach auch noch ein paar nette Worte, erinnerte daran, dass es im Kollegium eine große und breite Zustimmung für die Kooperation gegeben habe. Nun sei man neugierig auf die Zusammenarbeit. Koch lud gleich zum Schulfest ein.

Auch die sechste Klasse der Hauptschule begrüßte die Gemeinschaftsschüler mit zwei Aufführungen.

Tillmann sprach persönliche Worte, sprach von der Chance, welche die intensive Zusammenarbeit mit der Grundschule biete und den sanften Übergang zur weiterführenden Schule ermögliche. Den Weg in die Welt der Erwachsenen, so Tillmann, werde man den Schülern mit den besten pädagogischen Mitteln erleichtern. „Was man nicht kann, das braucht euch die Schule nicht zu sagen - das wisst ihr allein. Einen Weg aufzuzeigen, wie man es aber lernen kann, das macht gute Pädagogik aus“. ▪ Peter von der Beck

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