71 neue Schüler starten in der Gemeinschaftsschule

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Die neuen Gemeinschaftsschüler waren bestens gelaunt.

NEUENRADE ▪ 71 neue Fünftklässler begrüßte Rektorin Astrid Tillmann am Mittwoch in der Aula an der Niederheide. Sichtlich aufgeregt war die zweite Generation der Gemeinschaftsschüler – denn für sie begann an diesem Tag ein neuer Lebensabschnitt.

„Das ist heute noch genau so historisch wie letztes Jahr“, hob Tillmann in ihrer Ansprache den außergewöhnlichen Status der drei neuen Klassen hervor.

„Dieser Tag ist ein besonderer Tag, denn ihr begebt euch auf völlig neues Terrain“, führte die Schulleiterin den neuen Schülern vor Augen. Dabei haben die Neuzugänge ganz unterschiedliche Erwartungen an Lehrkörper und Schulalltag: „Ich erwarte mir eine schöne Schule“, sagt Silas, 10 Jahre, zu diesem Thema. Sein Freund Moritz hingegen will sich lieber überraschen lassen - „ich weiß noch nicht, was auf mich zukommt“, meint der 11-Jährige. Marie hingegen weiß genau, was sie will: freundliche, hilfsbereite Lehrer mit einem offenen Ohr.

Ein buntes Programm von Schülern für Schüler rundete die Begrüßungsfeier ab: So führten vier Mädchen des Kooperationspartners Burggymnasium Altena einen gymnastischen Tanz auf. Nur wenig Zeit hatte die Gruppe zum Proben. Trotzdem: „Das war eine absolut beeindruckende Vorstellung“, lobte Astrid Tillmann das Programm der Siebtklässlerinnen. Auch bei der Theater-AG der Gemeinschaftsschule waren lediglich zwei Tage zum Proben verfügbar. Dennoch stellten zehn Schüler und Schülerinnen in Eigenregie zwei Sketche auf die Beine, die das Publikum mit herzlichem Gelächter und Applaus quittierte. „Das habt ihr sehr gut gemacht“, fand die Rektorin. In diesem Zuge hob sie auch hervor, „dass wir hier sehr viel Wert auf Kreativität legen. Und unsere Kinder sind kreativ.“ Die individuelle Förderung sei wichtig.

Einschulung 5. Klassen  Gemeinschaftsschule Neuenrade

Dem schloss sich auch Schulamtsleiter Dierk Rademacher in seiner Ansprache an: „Mit der Gem können wir eine völlig andere und moderne Schule anbieten.“

Auch das recht junge Lehrerkollegium freue ihn. Zudem erwähnte er als wichtiges Schlagwort den Begriff „Wohlfühlen“: Schule sei als Lern- und Lebensraum anzusehen. Auch Dr. Reinhard Koch ist überzeugt von der „Gem“: „Wir sind stolz, Kooperationspartner zu sein“, sagte der Erprobungsstufenkoordinator des Altenaer Burggymnasiums diesbezüglich. „Die Gemeinschaftsschule kann in den Jahren bis zum mittleren Abschluss einen besonderen pädagogischen Akzent setzen“, führte er weiter aus.

Zum Abschluss der Veranstaltung bekamen die Neuen den sogenannten Lernbegleiter: Ein Heft, in das Aufgaben einzutragen sind und das einen Kommunikationskanal zwischen Lehrern und Eltern herstellt. „Das ist ein kleines Heiligtum“, sagte Astrid Tillmann, zum Abschluss ihrer Rede. Und auch den größten Wunsch ihrer Rektorin kennen die Schüler nun: „Ich wünsche mir, dass ihr gerne und angstfrei zur Schule kommt!“ ▪ Annette Kemper

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