Neue Kunstausstellung in der Stadtgalerie

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Renate Wischinski vor ihrem Lieblingsbild „Die rote Handtasche“. ▪

NEUENRADE ▪ Großformatige Leinwände, Stoff-Skulpturen, Fotografien und winzige Tänzerinnen aus Papier: in der Stadtgalerie eröffnete am Donnerstag eine vielfältige Ausstellung.

Das FrauenKunstForum Südwestfalen (FKF) präsentiert die Werke seiner fünf neuen Mitglieder. „Ihr seid eine Bereicherung“, freute sich Annette Kögel vom FKF, als sie die Künstlerinnen und Gäste in der Galerie begrüßte.

Auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse war die Begeisterung über die neue Ausstellung anzumerken. „Ich bin kein Kunstverständiger, aber ein Kunstinteressierter“, sagte er in seiner Eröffnungsrede, die von Marion Jeßegus am Klavier und Martin Theile an der Klarinette musikalisch begleitet wurde. Bevor die Gäste Gelegenheit hatten, mit den Künstlerinnen über ihre Bilder und Skulpturen zu diskutieren, stellte der Bürgermeister die fünf Frauen und ihre Werke vor.

Ruhrgebiet und menschliche Begegnungen

Sylvia Reuße möchte auf ihren Bildern die schönen Seiten des Ruhrgebiets hervorheben. Beispielhaft dafür ist der „Sahin-Grill“: vor der Imbissbude steht ein alter Sessel. „Die Leute aus der Dortmunder Nordstadt machen es sich auf der Straße bequem“, erzählte Sylvia Reuße.

Die Leinwände von Claudia Quick lassen sich nicht so leicht entschlüsseln: nur schemenhaft und verschwommen sind die Personen zu erkennen. Besonders wichtig ist der Malerin der Bezug zwischen Bildern und Titel: „Die Titel entstehen erst im Laufe der Arbeit und manchmal streiche ich sie auch wieder“, verriet die Künstlerin. „Die Geschichte verändert sich manchmal und geht ihre eigenen Wege.“

Auch Renate Wischinski malt mit kräftigen Farben auf großen Leinwänden. Bei ihr stehen Begegnungen im Mittelpunkt. Die Figuren auf ihren Bildern haben keine Gesichter: „Es ist nicht wichtig, jemanden zu porträtieren, sondern eine Situation darzustellen“, erklärte sie.

Die ausgebildete Fotografin Eva Winkler, die in Lüdenscheid lebt, stellt mit ihren Schwarz-weiß-Fotografien etwas ganz Alltägliches in den Mittelpunkt: Blumenstängel in Glasvasen. Monika Odenthals Zeichnungen im Postkartenformat zeigen Pfeile, die als Gedanken und Input zwischen Menschen fließen und auf sie einströmen.

FrauenKunstForum als Netzwerk

Das Netzwerk FKF ermöglicht mehr als 40 Künstlerinnen einen Austausch und macht es einfacher, Orte für Ausstellungen zu finden. Wer neu aufgenommen werden möchte, schickt eine ausführliche Bewerbung mit Mappe.

Bis zum 22. Juli ist die Ausstellung „Die Neuen im FKF“ in der Stadtgalerie an der Niederheide zu sehen. Die Galerie ist mittwochs, freitags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Constanze Raidt

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