Jugendarbeit: Neue Konzepte

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Das Neuenrader Jugendzentrum: Hier wird sich sicher einiges ändern.

Neuenrade - Der Kreis hat Ende  sein neues Konzept für die Offene Kinder- und Jugendarbeit präsentiert, welches für Gemeinden ohne eigenes Jugendamt gilt. Dazu gehört Neuenrade.  Auf Grundlage dieses Konzeptes soll für die Hönnestadt  ein entsprechend spezifisches Angebot erstellt werden.

 Und damit ist eine Mitarbeiterin befasst, die schon vor einem Weilchen eingestellt wurde. Sie heißt Ann-Kristin Berg, ist Diplom-Sozialpädagogin und kommt aus Halver. Hauptamtsleiter Dierk Rademacher ist mehr als zufrieden: „Bisher läuft es! Aus meiner Sicht hervorragend.“

Die Stadt sucht nun eine zweite Fachkraft. Seit gut eineinhalb Wochen biete die Stadt Neuenrade den Job auf allen entsprechenden Portalen an und gar direkt bei den entsprechenden Universitäten. Es liegen sogar schon Bewerbungen vor, wie Rademacher durchaus erfreut erläuterte.

Gesucht wird eben ein(e) Sozialarbeiter (in) oder Diplompädagoge (in) mit Eigeninitiative und Engagement für zeitgemäße und zukunftstragende Ansätze der offenen Jugendarbeit. Die Fachkraft soll auch Projekte mit Schulklassen der örtlichen Schulen weiterführt und neu entwickeln sowie sich um die Planung und Durchführung mobiler und aufsuchender Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kümmern.

Sobald die zweite Fachkraft bei der Stadt Neuenrade in Lohn- und Brot sei, werde man auch über die Erweiterung der Öffnungszeiten nachdenken, sagte Rademacher auf Nachfrage. Für die nächsten Wochen würden die Öffnungszeiten (Donnerstags bis samstags) wohl erst einmal beibehalten. Es gibt dabei durchaus Richtlinien im Konzept des Kreises: Die Öffnungszeiten der Einrichtungen vor Ort leiten sich von den vorhandenen Personalstunden ab. 25 Prozent der Personalstunden sind für Vor-/Nachbereitung, Netzwerkarbeit oder Fortbildungen aufzuwenden. Weitere zehn Prozent sollen auf Projekte und Kooperationsveranstaltungen außerhalb der Einrichtungen entfallen. Die verbleibenden 65 Prozent werden zur Berechnung der Öffnungszeiten der Jugendeinrichtungen herangezogen.

Inhaltlich befasst sich das neue Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit des Kreises mit der Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen und dem pädagogischen Umgang damit. Recht großer Raum wird dabei dem Umgang mit den neuen digitalen Medien und den sozialen Netzwerken eingeräumt – die eben eine zentrale Bedeutung im Alltag der Kinder und Jugendlichen hätten. Da habe die Offene Jugendarbeit ein Alleinstellungsmerkmal, denn es gebe sonst keine kostenfreien Anbieter, die während der Nutzung des Internets als kritische Begleiter zur Verfügung stünden. Hier sieht man sich jedenfalls in der Pflicht. Denn: Die Befähigung der Jugendlichen im Umgang mit den digitalen Medien diene der Prävention von Entwicklungsgefährdungen.

Weitere Punkte sind geschlechterspezifische Arbeit, außerschulische Bildung, Inklusion und natürlich mobile Jugendarbeit. Wie es in Neuenrade läuft und laufen soll, das wird Fachkraft Ann-Kristin Berg auch im nächsten Fachausschuss der Stadt erläutern.

Von Peter von der Beck

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