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Neue Kita in Neuenrade: Nur noch die Baugenehmigung fehlt

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Von: Peter von der Beck

Für den Bau der neuen Kita in der Sackgasse wurden bereits die Kanäle verlegt
Für den Bau der neuen Kita in der Sackgasse wurden bereits die Kanäle verlegt. © von der Beck, Peter

„Die Pläne sind fertig, wir warten nur noch auf die Baugenehmigung“, sagt Marcus Henninger, Bauamtsleiter in Neuenrade. Wird die Genehmigung durch den Kreis erteilt, könnte es direkt losgehen.

Die Vorarbeiten für die neue Kita am westlichen Stadtrand an der Straße In der Hönne laufen. Der notwendige Kanal liegt schon, auch seitens des künftigen Mieters, der Sentiris gGmbH aus Halver, wurde schon einiges unternommen, um die Kita, die dort entsteht, am Ort bekannt zu machen.

An der Ersten Straße 8 wurde ein Büro eingerichtet. Dort ist Sentiris-Mitarbeiterin Indra Gnuschke zweimal wöchentlich, jeweils mittwochs und freitags, anwesend, um in Sachen Kita Rede und Antwort zu stehen und Interessierte über das Projekt und das Kita-Konzept zu informieren. Sentiris betreibt zwar in Halver bereits eine Kita, die Verantwortlichen möchten Neuenradern, die sich über das Projekt in der Hönnestadt informieren wollen, den doch recht weiten Weg dorthin aber ersparen.

Baukosten von rund 1,6 Millionen Euro

Die neue Kita – mit einem finanziellen Bauvolumen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro – entsteht auf einem ehemaligen Abenteuerspielplatz. Die Hönne ist hier noch ein Bach und fließt in der Nähe entlang. Felder und Wiesen sowie ein Wäldchen in der ruhigen Sackgasse grenzen an die Kita, die aus Holz gebaut wird. Die Ausschreibungen durch die Stadt sind schon frühzeitig über die Bühne gegangen, sodass trotz der zuletzt exorbitanten Preiserhöhungen im Bereich der Baustoffe der finanzielle Rahmen nicht gesprengt werden dürfte. „Da haben wir Glück gehabt“, sagt Henninger.

An der Ersten Straße 8 gibts ein Sentiris-Büro.
An der Ersten Straße 8 gibt es ein Sentiris-Büro. © von der Beck, Peter

Der Bau der Kita in Neuenrade ist notwendig, weil ein erhöhter Bedarf an Kindergartenplätzen besteht. Möglichkeiten, das mithilfe von Tagespflege oder größeren Gruppen in anderen Kitas auszugleichen, gab es wohl nicht. So fiel in Absprache mit dem Kreisjugendamt die Entscheidung seitens der Stadt, eine neue Kita zu bauen und an einen Träger zu vermieten.

Lokales Konzept des Trägers entscheidend

Mehrere Träger hatten sich für das Projekt angeboten, den Zuschlag bekam schließlich die Sentiris gGmbH, weil sie ein ausgefeiltes Konzept mit lokalen Bezügen präsentiert hatte. Auch kannte der Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises die Einrichtung aus Halver, wo Sentiris bereits eine Kita betreibt. Im Vorfeld hatten sich die Verantwortlichen der gGmbH wohl ausführlich mit den Gegebenheiten in Neuenrade auseinandergesetzt und eine individuelle Konzeptidee für die Stadt entworfen: Naturnähe und Kontakt zu lokalen Akteuren sowie Flexibilität bei Öffnungszeiten seien Schwerpunkte des Konzepts.

Neuenrade scheint mit modernen Kitas gut ausgestattet. So eröffnete unlängst ebenfalls eine private und top ausgestattete Kita im Süden der Stadt auf dem ehemaligen Gelände eines Fabrikanten an der Straße Rüterbruch – mit eigenem Bachlauf und Teich und Tennisplätzen. Die Kita gehört zur Villa mittendrin und ist bereits das zweite Objekt dieser gGmbH.

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