Die Zeit drängt

Neue Kita: Bau macht Fortschritte

Die roten Leitungen werden in Beton verschwinden, denn die Kita wird via Wärmepumpe beheizt.
+
Die roten Leitungen werden in Beton verschwinden, denn die Kita wird via Wärmepumpe beheizt.

Die Eltern benötigen dringend Kita-Plätze in Neuenrade. Deshalb hat sich die Neuenrader Verwaltung entschlossen, eine Kita zu bauen und zu vermieten. Dabei kommen die Bauarbeiten sichtbar voran.

Auf dem ehemaligen (seit 2016 brachliegenden) Abenteuerspielplatz an der Straße In der Hönne, eine Sackgasse, ist die Bodenplatte schon fast fertig gestellt, beheizt wird die Kita später einmal per Wärmepumpe. Die erforderlichen Leitungen werden in der Bodenplatte verlegt, jetzt folgt noch Beton und Estrich, dann kann es schon an den Aufbau der vorgefertigten Wandelemente gehen. Die stehen zum Teil schon fertig in der Werkstatt des Unternehmens Materio („Lebensräume aus Holz“) in Soest, werden dann nach Neuenrade transportiert und montiert.

Viel Arbeit wird noch folgen: Alle Arten von Leitungen gilt es genauso zu verlegen, wie die sanitären Einrichtungen herzurichten. „Das ist jede Menge Arbeit“, sagt Bauamtsleiter Marcus Henninger. Was die Fertigstellung anbelangt, so sind die Vorstellungen der Bauherren aus dem Rathaus ambitioniert: „Erklärtes Ziel ist es, die Kita noch in diesem Jahr zu beziehen“, sagte Henninger. Noch Anfang Dezember 2020 hatte Henninger eine Fertigstellung zum 1. August 2021 als „sehr sportlich“ bezeichnet. Angesichts der widrigen Umstände in der Baubranche – angefangen bei Preissteigerungen bis hin zu Materialknappheit und der Auslastung der Handwerksbetriebe – hatten sich hier die Erwartungen also nach hinten verschoben.

In Neuenrade besteht Bedarf

Die Entscheidung, eine weitere Kita zu bauen, fiel im Prinzip im Sommer 2020. Damals hatte der Märkische Kreis als zuständige Behörde schon Schwierigkeiten, für das damals laufende Kita-Jahr alle Neuenrader Kita-Kinder unterzubringen. 430 Plätze gab es, 449 waren damals schon laut Planung aber nötig. Die erfreuliche Entwicklung bei den Geburtenzahlen führte zudem auch zu weiteren Überlegungen. Man ging damals von knapp zwei unversorgten Gruppen aus. Insider sprachen damals gar von 30 bis 40 Kindern.

Nun baut die Stadt Neuenrade die Kita und wird das Gebäude vermieten. Kita-Träger und Mieter des Objekts wurde die Sentiris gGmbH. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Märkischen Kreises hatten sich einstimmig für die Sentiris gGmbH als Träger für die neue dreigruppige Kita in Neuenrade ausgesprochen. Entscheidend, auch für die Zustimmung der Neuenrader, war der lokale Bezug und das auf Neuenrade abgestimmt Konzept. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Naturnähe liegen.

Ladenlokal an der Ersten Straße

Inzwischen präsentiert die Sentiris gGmbH, die seit einigen Jahren eine Kita in Halver-Oberbrügge betreibt, in einem Ladenlokal an der Ersten Straße bereits die Pläne der neuen Kita und auch das Konzept.

In der Einrichtung werden demnach zwischen zwölf und 15 Mitarbeiterinnen im Alter von 20 bis 50 Jahre arbeiten. Sie stammen aus der Region. Sie werden zum Herbst angestellt, die offizielle Eröffnung der Einrichtung ist für den 1. November geplant. 55 Kinder sollen dort insgesamt betreut werden, 30 Kinder sind jetzt schon laut Träger angemeldet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare