Neue Halle: Kohlhage investiert 1,5 Millionen

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Bei der Grundsteinlegung. Die beiden Geschäftsführer Marc Schreiber und Sven Lehecka, Handwerker Klaus Filter, Architekt Tom Schnabel, Volksbankvorstand Karl-Michael Dommes, Kohlhage Gesellschafter Michael Stock, Handwerker Andreas Ludwig und Gesellschafter Friederich-Wilhelm Kohlhage. ▪

NEUENRADE ▪ Kohlhage investiert massiv in den Standort Neuenrade. Gebaut wird eine Produktionshalle mit einer Fläche von 1500 Quadratmetern.

Gestern war Grundsteinlegung.Friederich-Wilhelm Kohlhage, Namensgeber und Gesellschafter des Unternehmens, das insgesamt knapp 100 Mitarbeiter beschäftigt, versenkte die Metallkassette im Beisein von Gesellschafter Michael Stock, dem Geschäftsführer Befestigungstechnik, Marc Schreiber, dem Geschäftsführer Verbindungstechnik, Sven Lehecka, Architekt Tom Schnabel und Volksbankvorstand Karl-Michael Dommes. Klare Sache, dass auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse, als auch der Inhaber von Elektro Filter und Andreas Ludwig von der Firma Dieter Ludwig anwesend waren.

Bis Ende des Jahres soll die Produktionshalle fertig sein. Die Weihnachtsfeier, sagte Gesellschafter Stock, könne man dann ja sicher schon in der neuen Halle feiern. Das Gesamtpaket für die Investition beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro, ohne die Maschinen. Profitieren werden beim Bau der Halle zum Großteil Gewerke aus Neuenrade und der Region.Dass das international aktive Unternehmen Kohlhage (eine Filiale in Shanghai) in Neuenrade investiert, das hat seinen Grund. Zum einen möchten die Verantwortlichen die Region stärken und auch von der Nähe zu Fachkräften profitieren. Und zum anderen will man als Zulieferer der heimischen Automotive-Industrie und als Zulieferer von Audi und BMW, die Kontrolle über die Qualität der Produkte behalten.

Wie Sven Lehecka erläuterte, erfordere die technische Komplexität und die enormen Ansprüche der Kundschaft diese Investition am Ort. Hier könne man flott reagieren, hier sei der logistische Ablauf, hier würden die Produktionsbedingungen bis ins kleinste ausgefeilt. Produktionszellen könnten per Gabelstapler verlegt und anderweitig angeschlossen werden. Zudem werde der Hallenboden mit Epoxidharz überzogen, um eine super-saubere Produktion zu gewährleisten. Lean Production und One-Piece-Flow heißen zudem die Zauberwörter. Hier begleitet ein Mitarbeiter ein Fertigungsteil durch den gesamten Produktionsprozess – gut für die Qualität und die Zufriedenheit des Mitarbeiters.Die Geschäftsführer Lehecka und Schreiber dankten auch den Gesellschaftern für die Rückendeckung bei der Investition. Gesellschafter Michael Stock seinerseits hatte viel Lob für die beiden Geschäftsführer übrig. „Das ist ein gutes Management, die liefern den Mitarbeitern eine gute Zukunft“.Zusätzliche Einstellungen sind zunächst nicht geplant. Die Produktion in der neuen Halle soll mit der bestehenden Mannschaft geleistet werden. Derweil schläft die internationale Konkurrenz nicht. Die sei fix und würde manchmal ganze Entwicklungen einfach überspringen, betonte Michael Stock am Rande der Veranstaltung. „Man muss ständig wachsam sein und auf den Kunden hören“. Sonst gerate man schnell ins Hintertreffen. Zudem müsse ein Unternehmen enorme Innovationskraft beweisen. Stock blickt zurück: „Vor zehn Jahren hätte niemand absehen können, was Kohlhage heute macht“.

Kohlhage produziert Abgasklappen und Rohrleitungssysteme. Und man denkt hier schon an die Zukunft, ist für die Hybridtechnologie gerüstet und befasst sich mit Kühlsystemen. ▪ Peter von der Beck

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