Lehm-Boden erschwert Bauarbeiten

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Nichts geht mehr von Küntrop aus gen Garbeck. Der Bahnübergang ist gesperrt, auch das Straßenteilstück zwischen Küntrop und Flugplatz harrt der Fertigstellung. Der Lehmboden muss erst verfestigt werden. Trockenes frostfreies Wetter ist ein Muss.

Neuenrade/Balve -   Wenn die Neuenrader und Balver noch in diesem Jahr zwischen Küntrop und Garbeck ohne Umweg pendeln wollen, sollten sie auf trockene frostfreie Witterung hoffen – nur dann kann die Fertigstellung der K12-Baustelle gelingen. Das Teilstück ab Eisenbahnüberführung bis Küntrop ist nahezu fertig und auch zwischen Garbeck und Flugplatz ist fast alles erledigt. Flugplatz und Restaurant sind über Höveringhausen erreichbar.

Nur noch knapp 400 Meter Straße zwischen Küntrop und Flugplatz fehlen und 120 Meter in der Nähe vom Brauckessiepen müssen erstellt werden – und das ist eben wetterabhängig. Untypisch fürs Sauerland sei der Boden zwischen Küntrop und Garbeck. Hier ist schwerer, steinfreier Lehmboden („bindiger Boden“), der empfindlich auf Feuchtigkeit reagiere. Wie Olaf Bühren, Projektleiter bei Straßen NRW, erläuterte, müsse der feuchte Lehmboden erst mit Hilfe eines Kalk-/Zementgemisches und einem in solchen Fällen üblichen Verfahren verfestigt werden. Das soll geschehen und der Boden müsse dann eben erst abtrocknen, bevor der Straßenuntergrund mit seinen diversen Packlagen darauf aufgebaut werden könne. Nach dem Zement-Auftrag und dem Abtrocknen werde der Boden verdichtet, dann komme der Schotter. Auch fürs Asphaltieren benötige man brauchbares Wetter, mit Nieselregen funktioniere es nicht, sagte der Projektbetreuer.

Die Sache mit dem Lehmboden habe schon während des gesamten Jahres zu Verzögerungen bei der Baustelle gesorgt. Projektleiter Bühren will daher keine Prognose abgeben. „Wenns gut läuft, sind wir Ende des Jahres fertig. Läuft es schlecht, kann es sich bis zum Frühjahr hinziehen.“

– Von Peter von der Beck

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