Naturforscher lernen Alf und Rudi kennen

+
Jäger Joel Prinz brachte auf Einladung der Neuenrader Bücherei-Leiterin Sandra Horny (Mitte) auch Rabe Rudi mit zu den elf jungen Naturforschern.

Neuenrade - Elf Naturforschern stellten sich am Freitag in der Stadtbücherei und Zelius zwei Tiere vor: Rabenkrähe Rudi und Wildkaninchen Alf waren mit Joel Prinz zu Gast.

Spannend war es für die Mädchen und Jungen, diese beiden von Hand aufgezogenen Tiere aus der Nähe zu beobachten – wenn auch Rudi nur auf der Hand von Joel Prinz und in sicherer Entfernung zu sehen war. Der Vogel ließ niemanden außer sein Herrchen an sich heran; vor vier Jahren hatte ihn dieser als wenige Tage altes Küken vor einer Katze gerettet und von Hand aufgezogen.

Prinz erzählte davon, wie er Rudi in einem Schuhkarton ein neues Zuhause gemacht hatte und ihn regelmäßig fütterte. Heute lebt der schwarzgefiederte Gefährte in einer Voliere, und kann sich mit Intelligenzspielzeug für Hunde beschäftigen. „Er kann auch meinen Hahn täuschend echt nachmachen“, erzählte Prinz, und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Doch war der Vogel den Kindern unheimlich, auch wenn er sich den Schnabel zuhalten ließ und an der Brust seines Ziehvaters vor Zufriedenheit schnurrte. Und so wurde Rudi an der ganz kurzen Leine gehalten. Dass er zuhause viel Bewegungsfreiheit hat, wussten die kleinen Forscher, denn sie hatten sich schon einen dreitägigen Ausflug gegönnt und dabei auch Rudi besucht.

Weil Wildkaninchen Alf auch auf seinem Speiseplan steht, musste Rudi verschwinden, bevor der braune Vierbeiner hereingetragen wurde. Ein großes „Hallo“ gab es zur Begrüßung und jede Menge Streicheleinheiten, die sich das Tier gefallen ließ.

Auch Alf, dessen Mutter ein Wildkaninchen, der Vater ein Hauskaninchen ist, ist eine Handaufzucht. Ein Jahr ist er jetzt alt, und wegen seiner scharfen Krallen nicht für jedermanns Arm geeignet, wie Prinz erläuterte. Der junge Jäger lobte sein Publikum: „Ihr wisst viel über die Natur.“ Bei den Gesprächen über Vögel und Kaninchen brachten sich die Kinder mit vielen richtigen Anmerkungen ein.

Auch über wilde Jungtiere wussten sie Bescheid: „Kleine Rehe soll man nicht anfassen, weil sie sonst von der Mutter nicht mehr gefüttert werden.“ Dafür gab es eine extra Portion Lob von Prinz, der wegen eines solchen menschlichen Fehlverhaltens nun auch Rehkitz Feline (wir berichteten) bei sich zu Hause beherbergt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare