Reise in die Welt der Opern und Operetten

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Bestens amüsierte sich das Publikum. ▪

NEUENRADE ▪ Es gibt Menschen, die gehen tagtäglich arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber es gibt auch Menschen, die beweisen, dass der Begriff Beruf von Berufung kommt. Sie lieben das, was sie tun – immer und überall. Zu dieser Gattung Mensch gehört zweifelsohne auch NatáLia Bálint.

Die Sopranistin mit ungarischen Wurzeln singt mit einer solchen Liebe zur Musik, die ein Publikum ansteckt, es begeistert, staunende Blicke und ehrlichen Applaus erzeugt. Davon konnten sich am Sonntagabend in der Villa am Wall alle Besucher persönlich überzeugen. Sie trat zusammen mit dem ebenfalls erstklassigen Tenor Sebastjan Podbregar auf – begleitet vom Pianisten János Palojtay. Von Begleitung zu reden, wäre allerdings ein wenig untertrieben. Denn Palojtay trug seinen Teil zum hochwertigen Auftritt des Trios bei. Das wussten auch die beiden Sänger zu würdigen.

Monika Arens vom Kulturamt der Stadt Neuenrade war die Freude über die geglückte Verpflichtung des Trios deutlich anzumerken. Und „Frontfrau“ NatáLia Bálint schien sich im Umfeld der Villa ebenso wohl zu fühlen. Sie ließ ihre beeindruckende Stimme nicht nur auf der „Bühne“ erklingen, selbst auf dem Weg in die wohlverdiente Pause füllte sie mit voluminösen Klängen das Treppenhaus – beeindruckend, auch bei geschlossenen Türen.

Den Auftakt der Opern- und Operettengala in der mehr als ausverkauften Villa gestalteten Bálint und Podbregar gemeinsam. Sie hatten sich einen Ausschnitt aus Mozarts Zauberflöte ausgesucht, um das Eis zu brechen. Dabei schlüpften die beiden Vollblutmusiker mühelos in die Rollen, wie sie sich Mozart wohl vorgestellt hatte.

Anschließend verwöhnten die Protagonisten ihr Publikum im Wechsel mit mehreren Soli. Dabei nahm das Vilja-Lied aus Lehárs Lustiger Witwe eine besondere Stellung ein. Denn NatáLia Bálint überraschte das Auditorium nämlich mit einer „Ausgabe“ in ihrer ungarischen Muttersprache.

Mit einem weiteren weltbekannten Stück aus Mozarts Feder, aus der dramatischen Oper Don Giovanni, ließen Bálint und Podbregar Teil eins eines herausragenden Neujahrskonzerts ausklingen und bereiteten der Vorfreude auf weitere musikalische Leckerbissen einen nahrhaften Boden. ▪ Von Markus Jentzsch

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