Evangelische Gemeinde feiert Nacht der offenen Kirchen

Groß war die Freude bei den Jungen und Mädchen, als sie die Tauben in den Himmel aufsteigen lassen durften.

NEUENRADE ▪ Unter dem Motto „Das Boot“ feierte die Evangelische Kirchengemeinde Neuenrade am Pfingstsonntag die Nacht der offenen Kirche.

Zwischen 19.30 und Mitternacht wartete ein abwechslungsreiche Spurensuche rund um den Jünger Petrus auf die zahlreichen Besucher.

Nachdem der Evangelische Posaunenchor die Veranstaltung mit feierlichen Klängen eröffnet hatte, waren die Jungen und Mädchen gefragt. Ihnen war die Aufregung deutlich anzumerken, als sie vor den Käfigen mit glänzenden Augen darauf warteten, die 21 Jungtauben von Herbert Wenzel als Friedenstauben in den Himmel steigen zu lassen.

Für eine Überraschung sorgte Pfarrer Harald Steinhoff auf der Kanzel. In seiner engagierten und bildhaften Predigt warf der Geistliche sich ein Fischernetz über und erzählte die Geschichte des Fischers Simon, des späteren Petrus, aus der Sicht des Bootes, mit dem der Fischer einst unterwegs war. Schließlich ging es im Rahmen der Veranstaltung um die Fragen „Wie hat alles angefangen?“ und „Wo kommt Petrus, der Gründer der ersten Kirchengemeinde, eigentlich her?“.

Auf den Spuren des „späteren“ Petrus wandelten zur Freude der Organisatoren nicht nur zahlreiche Gemeindemitglieder, sondern auch viele Katholiken aus der Nachbargemeinde Mariä Heimsuchung und etliche auswärtige Besucher.

Nach der Predigt ging die Spurensuche weiter. Für Groß und Klein gab es viel zu entdecken. Mit viel Liebe zum Detail wurde die Kirche in ein Bootshaus verwandelt. Der Kreativität der Besucher waren keine Grenzen gesetzt: Neben Malen, Zeichnen und dem Basteln einer Flaschenpost bestand unter anderem auch die Möglichkeit, Treibholz mit guten Gedanken und Wünschen zu beschriften.

Mit Swing und Blues sorgte der Evangelische Posaunenchor in der Kirche für Stimmung. In den Kirchenbänken durfte ausnahmsweise geschlemmt werden. Viele helfende Hände hatten ein reichhaltiges Büfett gezaubert. Außerdem wurden kostenlos Brat- und Currywürste verteilt. „Schließlich sind wir in Westfalen“, wie Pfarrer Steinhoff augenzwinkernd feststellte.

Er betonte, dass ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, unter anderem die Mitglieder des Kindergottesdienstkreises, die Presbyter und das Team des Motorradgottesdienstes eine Veranstaltung wie die „Nacht der offenen Kirche“ undenkbar wäre. Natürlich fand auch die angebotene Kirchturmbesteigung großen Anklang bei den Besuchern. Und nicht nur die Jüngeren hatten Freude daran, dass ihnen Klicklichter den Weg hinauf in den Turm wiesen.

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