Nacht der offenen Kirche im Zeichen der Taube

Als Symbol für Pfingsten stiegen Brieftauben in den Himmel auf.

NEUENRADE ▪ Mit einem Bläsergruß des evangelischen Posaunenchores begann am Abend des Pfingssonntags die bereits siebte Nacht der offenen Kirche in Neuenrade. Mehr als einhundert Gemeindemitglieder waren in die evangelische Kirche gekommen, um dort gemeinsam das Pfingstfest unter dem Titel „Komm, Heiliger Geist“ zu erleben.

Als symbolische Verkörperung des Pfingstfestes ließ Taubenzüchter Herbert Wenzel einen Schwarm Brieftauben in den Himmel aufsteigen. Tatkräftige Unterstützung erhielt er dabei durch Julius und Vanessa. Im anschließenden Festgottesdienst und während des gesamten Abends drehte sich wiederum alles um das Thema „Taube“.

Pfarrer Harald Steinhoff präsentierte sich als Vogelfänger, der trotz aller Lockversuche immer noch nicht den einen ganz besonderen Vogel fangen konnte. Pfarrer Steinhoff erzählte so einiges über diesen Vogel, der so alt wie die Welt sei, über der Urflut schwebte und wie eine Glucke über der Welt brütete. Als Zeichen des Friedens, für den das Pfingstfest ebenfalls steht, sprach er natürlich hier von dem Vogel der unbändigen Freiheit für alle – der Friedenstaube.

Die Lesung „das Pfingswunder“, Gebete und gemeinsam gesungene Lieder waren ebenfalls Bestandteile des feierlichen Gottesdienstes. Musikalisch begleitet wurde er durch Susanne Becker am Klavier und an der Orgel und vom evangelischen Posaunenchor. Die Kollekte war für die Bibelverbreitung in alle Welt bestimmt.

Im Anschluss konnten sich die Besucher erst einmal stärken, denn im Kirchturm wartete ein herzhaftes Büfett auf alle. Wer dann noch Lust hatte, konnte an einer der Turmbesteigungen im Dunkeln teilnehmen. Dieser Turmgang wurde durch die Klänge des Didgeridoo von Peter Riecke zu einem mystischen Erlebnis für die großen und kleinen Besucher.

Im Inneren der Kirche konnten die Besucher an verschiedenen Stationen kreativ werden. Auch hier drehte sich wieder fast alles um die Taube. So konnten die Gemeindemitglieder Kapuzinertauben anschauen, bunte Tauben auf Papier ausmalen und Origami-Tauben bemalen, Luftballons mit einer Namenskarte auf Reisen schicken sowie aus einer Vielzahl von Buchstaben das längste Pfingstwort auslegen und ein Yengaturm aus großen Schachteln errichten. Diese waren symbolisch in Zeitungspapier gewickelt und mit den zehn Geboten beschriftet.

Ein offenes Singen fand später statt, zu dem ebenfalls alle Besucher eingeladen waren. Im Garten der Kirche konnte an einem Lagerfeuer Stockbrot gebacken werden, das großen Anklang fand. Mit einer meditativen Abendandacht und einem Bläsergruß wurde kurz vor Mitternacht die mit allen Sinnen erlebte und gelungene Nacht der offenen Kirche beendet.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare