Nach Wasserschaden: Museum öffnet bald wieder

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Die Museumsmannschaft: Ulrich Tillmann (von links), Klaus Peter Sasse, Dr. Rolf Dieter Kohl und Heinz-Werner Turk freuen sich schon auf die Eröffnung.

Neuenrade - Das Neuenrader Museum öffnet bald wieder. Nach umfassenden Renovierungs- und Sanierungsarbeiten wird das über Neuenrades Grenzen hinaus beliebte Museum in dem denkmalgeschützten Bau an der Ersten Straße am Sonntag, 18. November, zwischen 15 und 17 Uhr wieder dem historisch interessierten Publikum zur Verfügung stehen.

Zudem gibt es einige neue Exponate, mehr Fläche und eine Sondersausstellung wird von Dr. Rolf Dieter Kohl ebenfalls vorbereitet. 

Zum Hintergrund: Nach einem verheerenden Wasserschaden am 6. März diesen Jahres musste das Museum lange schließen, denn es gab einen erheblichen Gebäudeschaden, zudem stockte die Renovierung zunächst aufgrund unglücklicher Umstände. Auch sprach das Denkmalamt bei der Sanierung des Gebäudetraktes ein gewichtiges Wörtchen mit. 

Bruch der Wasseruhr in den Toilettenanlagen

Ursache für den Wasserschaden war ein Bruch der Wasseruhr in den Toilettenanlagen. Dabei wurde ein Großteil des Museums geflutet. Das Wasser war in den Boden eingedrungen und hatte zudem die dicke, über dem Gewölbekeller liegende Lehmschicht durchtränkt. Der Boden musste ausgetauscht und durch neue Lehmpellets wieder aufgefüllt werden. 

Das Kellergewölbe des Stadtmuseums musste freigelegt und wieder mit Lehmpellets aufgefüllt werden.

Hinzu kamen Malerarbeiten an den Wänden und der Bodenbelag musste ebenfalls komplett erneuert werden. Handwerker Frank Struckmeier erhielt dabei viel Lob von der Museumsmannschaft mit Klaus Peter Sasse, Rolf Dieter Kohl, Ulrich Tillmann und Heinz-Werner Turk für seinen Einsatz. „Er hat sein Herz für das Museum entdeckt“, sagte Sasse. Das Museum ist nun gestärkt und etwas größer aus dem Schlamassel mit dem Wasserschaden herausgekommen. Besonders erfreulich: „Kein Exponat hat Schaden genommen“, betonte Klaus Peter Sasse. Denn die wertvollen Schätze hingen an den Wänden oder befanden sich in Vitrinen. 

Feuerwehruniform aus alter Zeit 

Die Zukunft sieht gut aus: Der vordere Raum kann vom Museumsteam nun ebenfalls genutzt werden. Erste Überlegungen gibt es, das Vereinsleben der Stadt, die Geschichte der Feuerwehr oder des Schützenvereins im Museum zu dokumentieren. Auch der eine oder andere Handwerksbetrieb habe sicher 100 Jahre und mehr auf dem Buckel. Dazu gibt es schon ein tolles Exponat: Eine Feuerwehruniform aus alter Zeit. Auch Leihgaben gibt das Museum heraus. Ein spezielles Akkordeon wird im Rahmen der Fahrrad-Ausstellung auf der Burg Altena zu sehen sein. Und neue Musikexponate gibt es auch: Ein Meinel und Herold-Akkordeon aus Klingenthal, sowie vom selben Hersteller eine Geige, die erste Geige des Neuenraders Horst Hanke. Dazu gibt es das passende Notizbüchlein (1956) – ein nettes Dokument jener Zeit. 

Dann ist eben noch die Sonderausstellung über Friedrich den Großen und seine Beziehung zu Neuenrade in Arbeit. Dr. Rolf Dieter Kohl hat dazu einiges in Arbeit. 

Bis zum Eröffnungstag hat die Truppe noch gut zu tun. Schließlich muss noch alles eingeräumt werden.

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