Cricetus Cricetus entdeckt?

Nach Unke: Nächste geschützte Art auf B229-Trasse vermutet

Auch der Feldhamster wurde angeblich gesehen. Eine Untersuchung wurde in Auftrag gegeben. 
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Auch der Feldhamster wurde angeblich gesehen. Eine Untersuchung wurde in Auftrag gegeben. 

Der Vegetationsstreifen, welcher von Straßen NRW für die Trasse einer geplanten Umgehungsstraße im Märkischen Kreis vorgesehen ist, hat es in sich. Zumindest scheint er ein fantastisches Rückzugsgebiet für gefährdete Arten zu sein.

Neuenrade – Nicht nur, dass sich die Gelbbauchunke im Bereich der für die Neuenrader Umgehungsstraße vorgesehenen Trasse tummelt, nun gesellt sich noch eine andere stark gefährdete Art hinzu: der Feldhamster.

Statt sich ausschließlich durch den schönen Lößboden der Soester Börde zu graben oder Aachener Industriegebiete aufzusuchen , soll er auch im Süden Neuenrades vorkommen. Cricetus Cricetus – so der lateinische Name des possierlichen Nagers – soll seine Gänge in den Sauerländer Untergrund gegraben haben und hier von Getreide, Luzernen, Rüben und Wildkräutern leben. Zumindest will jemand den Hamster gesehen haben. Anlass genug jedenfalls für Straßen.NRW hier zu handeln.

Untersuchungen nicht ganz billig

Andreas Berg, Sprecher bei Straßen.NRW bestätigt das auf Nachfrage. Man habe aufgrund der Hinweise aus der Bevölkerung eine Untersuchung für den Feldhamster beauftragt. Nicht nur das mögliche Vorkommen von Feldhamstern wird untersucht – auch die Fledermauspopulation wird von Fachleuten unter die Lupe genommen.

Nicht ganz billig sind diese Untersuchungen. Bei Straßen.NRW verweist man auf vierstellige Beträge: Der Preis einer solchen Untersuchung hänge immer vom jeweiligen Aufwand ab. „Man muss durchschnittlich mit 5000 bis 10.000 Euro rechnen. Werden weiterführende Untersuchungen nötig, durchaus auch mehr.“

Woher kommt eigentlich die Unke?

Bleibt noch einen Bemerkung zur Gelbbauchunke. Sprecher Berg bestätigt, dass hier der Vorwurf aus der Bevölkerung vorliege, dass man die Unke ausgesetzt habe. Eine Untersuchung über die Herkunft sei möglich durch die Untersuchung einer DNA-Probe. „Es ist möglich, per DNA-Probe herauszufinden, wo die Tiere genetisch herkommen.“ Recht teuer sei die Methode. Gleichwohl spiele es zunächst keine Rolle. „Da die Gelbbauchunke wie auch immer ihren Weg nach Neuenrade gefunden hat und nun da ist, müssen wir diese geschützte Art entsprechend behandeln“, sagte Berg.

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