Schnelle Hilfe für den Freund

Marco Zydek aus Nachrodt-Wiblingwerde, Jan-Niclas Schwarzfischer aus Werdohl und Silas Mühlenfeld aus Neuenrade sind nach dem Unfall noch mehr befreundet. -   Foto: von der Beck

Neuenrade -   Es waren die letzten Minuten des Unterrichts am 21. Mai im Freibad, die Schüler der siebten Klasse der Waldorfschule durften sich noch kurz amüsieren, als es passierte. Jan-Niclas Schwarzfischer ging rückwärts auf dem Sprungbrett, um Anlauf zu nehmen, rutsche dabei ab, fiel herunter und landete mit seiner rechten Körperseite auf dem Beckenrand, bevor er dann ins Wasser fiel. Jan-Niclas – unter Schock – tauchte wieder auf und merkte, dass er keine Luft mehr bekam und ihm der Rücken weh tat.

In diesem Moment bemerkte sein Freund Marco Zydek, dass da etwas nicht stimmte und zog Jan-Niclas aus dem Becken. Wegen der Luftprobleme hob er dessen Arme nach oben, inzwischen hatte auch Silas Mühlenfeld bemerkt, dass Jan-Niclas auf Hilfe angewiesen war und half bei den atemunterstüzenden Bemühungen mit. Die Lehrerin und die Aufsichtskräfte im Schwimmbad wurden informiert, waren flott zur Stelle und alarmierten den Rettungswagen. Die Rettungskräfte hätten dann, so erklärten es die drei 13-Jährigen, angesichts der unklaren Verletzungslage im sensiblen Rückenbereich, vorsichtig agiert, hätten den Hubschrauber geordert, der Jan-Niclas in eine Klinik flog. Letztlich stellte sich gottlob heraus, dass das Rückgrat beim Sturz auf den Beckenrand nicht verletzt wurde. Gleichwohl erlitt der junge Mann eine schlimme Prellung, die noch schmerzt. Am Tag seines Geburtstages wurde er entlassen, musste den Ehrentag nicht im Krankenhaus verbringen.

Einen schönen Nebeneffekt gibt es noch nach diesem glimpflich verlaufenen Unglück: Die Freundschaft der drei Jungen wurde noch mehr gefestigt.

- Von Peter von der Beck

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