Ermittlungen dauern an

Nach Tötungsdelikt: Darum hält sich die Staatsanwaltschaft mit Informationen zurück

Nach dem Familiendrama an der Bahnhofstraße hat die Hagener Mordkommission die polizeilichen Ermittlungen übernommen. „Wir ermitteln intensiv und detailliert“, sagt Staatsanwältin Miriam Strunk. 
+
Nach dem Familiendrama an der Bahnhofstraße hat die Hagener Mordkommission die polizeilichen Ermittlungen übernommen. „Wir ermitteln intensiv und detailliert“, sagt Staatsanwältin Miriam Strunk. 

Eine junge Frau (22) kommt am Freitag, 19. März, in einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße unter Umständen zu Tode, bei denen ein Messer eine Rolle spielt.

Der ehemalige Lebensgefährte und mutmaßliche Täter (24) sitzt in Haft. Jetzt steht auch der Vorwurf fest. Es wird gegen den 22-Jährigen wegen Totschlags ermittelt. Ein entsprechender Haftbefehl liegt vor.

Dabei hält sich die ermittelnde Staatsanwaltschaft Hagen mit Informationen zu dem Fall zurück. Staatsanwältin Miriam Strunk, die den für den Fall zuständigen Sachbearbeiter Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn vertritt, sagt auf Anfrage weder zum möglichen Tathergang im Rahmen des Streits, noch zu weiteren Umständen des Tötungsdelikt etwas.

Täterwissen soll nicht öffentlich werden

„Das sind ermittlungstaktische Gründe. Wir werden natürlich kein Täterwissen preisgeben.“ Das betreffe auch die genaue Todesursache. Die Obduktion der Leiche sei auch unter Anwesenheit der Staatsanwaltschaft erfolgt. Sie sei persönlich dabei gewesen. Warum bis jetzt der Obduktionsbericht noch nicht vorliege, könne sie nicht sagen. Aber ohnehin müsse man sich aus ermittlungstaktischen Gründen mit Informationen zurückhalten. Gleichwohl gibt es inzwischen Dinge, die man sagen könne. So hat der mutmaßliche Täter das Messer wohl nicht bei sich geführt. Das Messer stamme höchstwahrscheinlich aus dem Haushalt des Opfers. „Davon gehen wir aus“, sagte Staatsanwältin Strunk. Die Tatwaffe sei „ein standardmäßiges Küchenmesser“, das in jedem Haushalt vorliege und mit dem man zum Beispiel Gemüse schneiden könne.

Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt

Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt
Tödlicher Familienstreit in Neuenrade - Frau (24) stirbt

Der mutmaßliche Täter wies ebenfalls Verletzungen auf und musste ärztlich versorgt werden. Aber wie es genau zu diesen Verletzungen gekommen ist, das sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte Strunk. Einen Zeitrahmen für den weiteren Verlauf des Verfahrens vermochte die Staatsanwältin nicht zu nennen. „Wir ermitteln intensiv und detailliert.“ Auch der Verteidiger des vorgeblichen Täters müsse sich ebenfalls noch einlassen. Die polizeilichen Ermittlungen führt die Mordkommission aus Hagen durch.

Kinder leben jetzt in einer Pflegefamilie

Bleibt der Hinweis auf die Nachkommen der Getöteten: Zwei Kinder im Alter von zwei und drei Jahren müssen nun ohne Mutter aufwachsen. Sie befinden sich inzwischen gemeinsam in einer festen Pflegefamilie im Siegener Raum. Das Jugendamt hat die Vormundschaft über die Kinder übernommen. Das teilte der Sprecher des Märkischen Kreises, Hendrik Klein auf Nachfrage mit. Bis zum Abschluss des gesamten Verfahrens passiere nichts. Ob es Verwandtschaft gebe, wisse man nicht.

Zudem seien die getötete Frau und der inhaftierte mutmaßliche Täter nach ausländischem Recht verheiratet gewesen. Die Kinder trügen unterschiedliche Nachnamen – jeweils vom Vater und von der Mutter. Die Getötete aber auch der Tatverdächtige stammen aus Nigeria.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare