Vorbildliches Verhalten

Nach schweren Pedelec-Unfall: Großes Lob für die Ersthelfer

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Bei dem Unfall am Kohlberg wurde ein Pedelec-Fahrer schwer verletzt.

Neuenrade – Nils Kohlhage, Sprecher der Feuerwehr Neuenrade, lobt ausdrücklich die Ersthelfer, die sich bei dem schweren Unfall mit dem Anhänger-Gespann und einem Pedelec-Fahrer am Freitag um das schwer verletzte Unfallopfer gekümmert hatten.

„Die haben super geholfen und auch noch zusammengearbeitet.“ Jemand habe schnell den Notruf abgesetzt, das bewusstlose Opfer aus Altena sei in die stabile Seitenlage gebracht worden, andere hätten den Verkehr gestoppt. Zudem hätte man sich weiter um den Verletzten und auch um den geschockten Unfallverursacher gekümmert. 

Auch die wartenden Autofahrer hätten sich gut verhalten. Niemand habe versucht, sich durchzuschlängeln, niemand habe auch nur versucht zu fotografieren. All das sei nicht unbedingt selbstverständlich, sagt der Feuerwehrsprecher mit Dienstgrad Unterbrandmeister, der an dem Rettungseinsatz beteiligt war. Es gebe Fälle, da würde niemand anhalten, einer würde sich auf den anderen verlassen, dass der dann schon das Richtige unternehmen werde. Am Ende helfe niemand. 

Kohlhage: "Falsch ist nichts zu tun"

Nicht immer wissen diejenigen, die als erste am Unfallort eintreffen oder sich im Familienkreis einem Notfall gegenübersehen, wie sie zu reagieren haben. Nils Kohlhage: „Falsch ist jedenfalls nichts zu tun.“ Und es sei auch nicht die schulmäßige Handlung gefragt. Niemand müsse noch wissen, wie man jemanden exakt in die stabile Seitenlage bringe. Wichtig sei eben, den Erkrankten/das Opfer vorsichtig auf die Seite zu bringen, damit er nicht an Erbrochenem oder Blut ersticke. Auch sollte man schauen, ob der Mensch als Opfer eines Unfalls oder internistischen Problems noch atme. Unbedingt sollte man dann wenigstens Herz-Druck-Massage ausführen, um den Kreislauf in Gang zu halten, um so „die Überlebensmöglichkeiten zu verbessern“. 

Kohlhage empfiehlt: „Die Menschen sollten sich ruhig mehr zutrauen.“ Jeder sollte sich klar machen, dass man so ein Leben retten könne. Niemand sei gezwungen zu beatmen. Wer sich ekle oder Angst vor Ansteckung habe, müsse das nicht tun. Es gebe aber auch Beatmungstücher, die man nutzen könne. Auf jeden Fall bekomme man auch telefonische Hilfe von der Leitstelle über die Notrufnummer. Wenn nötig werde man telefonisch so detailliert angeleitet und betreut, bis die Profi-Helfer eintreffen würden, erläuterte Kohlhage. Der Feuerwehrsprecher hält es durchaus für angebracht, dass man seine Kenntnisse in Erster Hilfe auffrischen sollte. Das helfe Leben retten.

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