Anzeige erstattet

Nach der Karnevalsparty in Küntrop fehlte Geld

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Weiberfastnacht wurde in Küntrop 2019 erstmals in einer ausverkauften Schützenhalle gefeiert. Finanziell gelohnt hat sich die Veranstaltung dennoch nicht.

Küntrop – Mit fast einem Jahr Verspätung hat der SSV Küntrop am Freitagabend in seiner Jahreshauptversammlung öffentlich gemacht, dass ihm eine beträchtliche Summe Geldes gestohlen worden ist.

Die Chance des Vereins, davon je etwas wiederzusehen, tendiert gegen Null. Das haben Recherchen der Redaktion ergeben. 

Was war geschehen? Der SSV Küntrop veranstaltete am 28. Februar 2019 in der Küntroper Schützenhalle seine große Weiberfastnacht-Party. Es kamen außergewöhnlich viele Besucher, erstmals in 30 Jahren war die Veranstaltung tatsächlich ausverkauft. Entsprechend starker Betrieb herrschte an den Theken, das Bedienungspersonal hatte alle Hände voll zu tun. So füllten sich auch die Kassen hinter den Tresen, so dass die Verantwortlichen des SSV nach einiger Zeit schon einmal einen Teil der Barbestände abschöpften und in Sicherheit brachten – vermeintlich. 

Tür steht offen

Denn von dem im Kassenraum der Schützenhalle eingeschlossenen Geld fehlte anschließend ein beträchtlicher Teil. „Wieviel, können wir gar nicht genau sagen“, erklärte der SSV-Vorsitzende Dirk Brockhagen. Allerdings habe am Tag nach der Party die Tür des Kassenraums offengestanden, und der Barbestand in den Kassen habe nicht im richtigen Verhältnis zu den verkauften Speisen und Getränken gestanden. Zwischen 19 Uhr am Abend und 10.30 Uhr am nächsten Tag hatte sich jemand einen Teil der Einnahmen unter den Nagel gerissen. 

Der SSV Küntrop erstattete bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt, die Polizei ermittelte – allerdings ohne Ergebnis. „Es gab keine Täterhinweise“, blickte Polizei-Pressesprecher Marcel Dilling auf Nachfrage zurück. Die Ermittlungen wurden eingestellt, die Staatsanwaltschaft Hagen hat den Fall mittlerweile zu den Akten gelegt. 

Ähnlicher Vorfall schon einmal in Beckum

Einen ähnlichen Vorfall hatte es 13 Jahre zuvor schon einmal zwölf Kilometer entfernt in Beckum gegeben. Dort hatte nach einer Karnevalsfeier der Vereine Katerstimmung geherrscht, weil bei der Abrechnung Geld fehlte. 1000 Euro waren damals dort zu wenig in der Kasse gewesen. Ob das Geld gestohlen worden, versehentlich im Müll gelandet oder auf andere Weise verschwunden ist, konnen die Beckumer nicht mehr nachvollziehen. Die Ermittlungen verliefen im Sande. 

Die Folge: Das Vertrauen der Vereinsvertreter in die freiwilligen Helfer war erschüttert. Der Beckumer Vereinskarneval hat danach nur noch einmal – mit lediglich noch 80 Besuchern – stattgefunden...

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