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Nach jahrelangen Verhandlungen: Gute Nachricht für Schüler und Eltern

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Von: Markus Wilczek

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Bislang noch eine Übergangs-, ab 13. Dezember aber eine Dauerlösung: die direkte Busverbindung von Neuenrade nach Altena über den Kohlberg.
Bislang noch eine Übergangs-, ab 13. Dezember aber eine Dauerlösung: die direkte Busverbindung von Neuenrade nach Altena über den Kohlberg. © von der Beck, Peter

Diese Nachricht dürfte für große Freude bei den rund 140 Busfahr-Schülern aus Neuenrade, die das Burggymnasium (BGA) in Altena besuchen, und deren Eltern sorgen.

Die Busse sollen auch nach dem Wegfall des Schienenersatzverkehrs wegen der noch bis Ende der Woche gesperrten Ruhr-Sieg-Strecke direkt von Neuenrade über den Kohlberg nach Altena fahren.

„Damit ist das schier Unmögliche endlich möglich geworden“, schreibt die Stadt Neuenrade. Seit Jahren habe sich die Verwaltung massiv für diese Busverbindung eingesetzt – bislang ohne Erfolg. „In den letzten Wochen führte Bürgermeister Antonius Wiesemann diesbezüglich intensive Verhandlungen mit Landrat Marco Voge. Nun ist der Durchbruch endlich erzielt“, heißt es in der Mitteilung weiterhin. Nach der Aufhebung der Bahnstreckensperrung wird die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) den Schülertransport über den Kohlberg beibehalten. Die Fahrpläne der MVG würden so angepasst, dass keine Zusatzkosten entstehen.

Bus fährt um 7 Uhr in Neuenrade ab

Die Busfahr-Schüler können ab Montag, 13. Dezember, um 7 Uhr mit der Linie 260 der MVG ab Neuenrade-Mitte über den Kohlberg nach Altena fahren. Rückfahrten sind jeweils für 13.10 und 14.55 Uhr terminiert. Bislang mussten die BGA-Schüler aus der Hönnestadt immer erst mit dem Bus nach Werdohl fahren, um von dort mit dem Zug nach Altena zu kommen. Seit dem Unwetter Mitte Juli und der Sperrung der Ruhr-Sieg-Strecke war dies jedoch nicht mehr möglich. Weil auch die Bundesstraße 236 zwischen Werdohl und Altena dicht ist, mussten die Schüler ab Werdohl den Schienenersatzverkehr nehmen und hatten einen Schulweg von rund eineinhalb Stunden.

Nach massiven Protesten der Schüler, Eltern, Schulverantwortlichen und Neuenrader Verwaltung, reagierte die MVG Ende August und richtete die Direktverbindung über den Kohlberg zunächst als Übergangslösung ein. Der Schulweg verkürzte sich so auf rund 30 Minuten. Deshalb verwunderte es nicht, dass schnell die Rufe laut wurden, aus der Übergangs- eine Dauerlösung zu machen. Dieses Ansinnen hatte die MVG mit dem Verweis auf zusätzliche Kosten stets abgelehnt. Jetzt erfolgte die Kehrtwende.

Kohlberg-Strecke seit 2015 ein Thema

Mindestens seit 2015 war die Strecke via Kohlberg Thema: Die Bürgermeister beider Städte, damals noch Andreas Hollstein (Altena) sowie Antonius Wiesemann (Neuenrade/beide CDU), bemühten sich intensiv um die Einrichtung der Direktverbindung. Mehrere Gespräche mit der MVG wurden geführt, auch damals war schon die Schulpflegschaft beteiligt. Die Waldorfschule wurde ebenfalls ins Spiel gebracht. Erläutert wurden die veränderte Schullandschaft und die intensive Kooperation der Neuenrader Hönnequell-Schule mit dem Burggymnasium. Nun hat die MVG diesen Wunsch erhört.

Bei der Strecke über den Kohlberg geht es aber nicht nur um Schüler, auch viele Pendler zwischen Dahle und Neuenrade können die Buslinie ab Montag nun dauerhaft nutzen.

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