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Nach Flutschäden: Arbeiten an der Höllmecke kommen gut voran

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Von: Peter von der Beck

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So sah die Höllmecke kurz nach dem Hochwasser Mitte Juli 2021 aus.
So sah die Höllmecke kurz nach dem Hochwasser Mitte Juli 2021 aus. © von der Beck, Peter

Gute Nachrichten für die von Baustellen arg gebeutelten Autofahrer. Die Großbaustelle Höllmecke neigt sich dem Ende zu. Die Arbeiten mit der Verbindungsstraße kommen zügig voran.

Neuenrade – „Die Baustelle macht gute Fortschritte“, sagte R. Voigt, der für Straßen.NRW diese Großbaustelle überwacht. Die Fertigstellung der wichtigen Verbindungsstraße ins Lennetal wurde für den Sommer avisiert, sehr vorsichtige Gemüter hatte auch den Herbst im Sinn.

Wie Voigt weiter berichtete, seien die Arbeiten an dem Gewässer erledigt. Der Bach wurde in sein altes Bett verlegt. Jetzt gehe es daran, die Straße an sich weiter zu reparieren. So müssten bestimmte Bereiche ausgekoffert (ausgebaggert) werden. „Dann wird die Straße inklusive Frostschutz neu aufgebaut. Die betroffene Strecke ist 1,4 Kilometer lang, die Hälfte haben wir schon,“ sagte Voigt.

Auch mit der Hang-Sicherung sei man soweit. Auch hier könne er von guten Fortschritten sprechen, ließ der Fachmann durchblicken.

Dass es insgesamt flott gehe, sei auch der ausführenden Firma Hilgenroth zu verdanken. Die habe zum Teil 14 Mitarbeiter eingesetzt, um die Reparatur der Verbindungsstraße voranzubringen.

Was nun den Durchlass unter der Bundesstraße anbelangt, der unterdimensioniert ist, so habe man hier eben „einen Bypass gelegt“, beschrieb Voigt die bisherige vorgehensweise, um bei Hochwasser halbwegs auf der sicheren Seite zu sein. „Es gibt Pläne für diesen Bereich“.

So ist noch eine besondere Lösung geplant. Doch die Pläne seien erst einmal auf Eis gelegt. Wie Straßen. NRW jüngst mitteilte, sei langfristig geplant, die B 236 an der Einmündung Höllmecke um etwa einen halben Meter anzuheben. Man ließ durchblicken, dass man den Verkehr auf der B236 nicht unterbinden wolle, denn das sei eine der Entlastungsstrecken für die gesperrte A 45-Rahmedetalbrücke.

Die Höllmecke ist seit Mitte Juni vergangenen Jahres gesperrt. Damals hatte Starkregen große Teile der Straße weggespült oder wesentliche Teile auch unterspült, so dass der Straßenquerschnitt einem T glich. Unter der Asphaltdecke waren zum Teil größere Hohlräume entstanden. Ein Überfahren war lebensgefährlich.

Die Baustelle wurde am Neuenrader Ende mit überdimensionalen, mit Split gefüllten Jutesäcken abgesperrt, unten wurde verschränkte Absperrgitter angebracht. Im Gegensatz zum Vor-Unwetter-Zustand wird es vor allen Dingen mehr Anschlüsse an die Drainage geben. Im Kurvenbereich des Baches werden Wasserbausteine genutzt, um Ausspülungen an der Straße im Fall der Fälle auch zu verhindern.

Die Kosten für die Wiederherstellung der Höllmecke wurden Ende Januar mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Das ging aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask hervor.

Ob dieses Sanierungsvolumen zu halten ist, bleibt angesichts der dramatischen Preisentwicklungen im Baugewerbe Spekulation. Und ob das Gesamtkonstrukt der Straße einem Starkregen in der Größenordnung von 2021 standhält, mochte bislang niemand unterschreiben.

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