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Nach der Flut: Wiederaufbau der Höllmecke kostet vier Millionen Euro

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Von: Markus Wilczek

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So sah die Höllmecke kurz nach dem Hochwasser Mitte Juli 2021 aus. Mittlerweile läuft der Wiederaufbau. Die Arbeiten werden allerdings noch Monate dauern.
So sah die Höllmecke kurz nach dem Hochwasser Mitte Juli 2021 aus. Mittlerweile läuft der Wiederaufbau. Die Arbeiten werden allerdings noch Monate dauern. © von der Beck, Peter

Die Kosten für die Wiederherstellung der Höllmecke werden derzeit mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask hervor.

Die Höllmecke (L 656) wurde bei dem Hochwasser im Juli vergangenen Jahres im mittleren und unteren Bereich in weiten Teilen zerstört. Seitdem ist die wichtige Verbindungsstraße zwischen Neuenrade und dem Lennetal komplett für den Verkehr gesperrt. Die Arbeiten zur Beseitigung der Flutschäden sind seit Monaten in vollem Gange und die beauftragte Baufirma Hilgenroth macht auch gute Fortschritte. Dennoch ging man beim Landesbetrieb Straßen.NRW zuletzt davon aus, die Straße erst im Herbst 2022 wieder freigeben zu können.

In der Antwort der Landesregierung heißt es nun, dass der Abschluss der Arbeiten für den Sommer angestrebt werde. Allerdings ist dort auch zu lesen: „Aufgrund der starken Witterungsabhängigkeit der Arbeiten – insbesondere der aufwendigen Erdarbeiten – ist in Anbetracht der derzeitigen Jahreszeit die Benennung eines belastbaren zeitlichen Bauablaufplans nicht möglich.

Das Bachbett wird neu angelegt

Konkret wird das Bachbett der Höllmecke neu angelegt und in Kurvenbereichen durch Felsen oder Wasserbausteine verstärkt, die Hänge teilweise mit bewehrter Erde versehen. Der Bach war bei dem Jahrhundertunwetter aus seinem Bett herausgeflossen und die Wassermassen hatten die verheerenden Schäden verursacht. Die weggespülten Straßenstücke werden aufgefüllt und hergerichtet, dabei muss der gesamte Straßenoberbau erneuert werden. Die Drainagerohre und Durchlässe sollen neu und in größeren Dimensionen angelegt werden.

Während die Landesregierung in ihrer Antwort zuversichtlich klingt, „dass eine zukünftige Gefährdung des sanierten Straßenkörpers bei ähnlichen Unwetterereignissen weitgehend ausgeschlossen werden kann“, ist man bei Straßen.NRW nicht ganz so optimistisch. „Wie lange das hält, zeigt uns die Natur“, sagte ein Vertreter des Landesbetriebs im vergangenen Jahr im Gespräch mit Blick auf weitere massive Starkregenereignisse.

Auch auf der B236 müssen Schäden beseitigt werden

Aus dem Schreiben an Blask geht auch hervor, dass auf der Bundesstraße 236 zwischen Werdohl und Altena an mehreren Stellen Sanierungsarbeiten vorgesehen. Bekanntlich wurde auch die B 236 im Lennetal durch die Flut beschädigt und ist erst seit kurz vor Weihnachten zumindest mit Einschränkungen zwischen Werdohl und Altena wieder durchgängig befahrbar. Die Sanierungsarbeiten sollen im Rahmen eines ganzheitlichen Erhaltungsmanagements durchgeführt werden. „Der Zeitplan für diese Arbeiten ist stark abhängig von den weiteren Dispositionsplanungen, in denen unter anderem insbesondere die Umleitung- und Ausweichverkehre der Sperrung der A 45 berücksichtigt werden müssen“, schreibt die Landesregierung. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten könne nach derzeitigem Stand keine belastbare Aussage über die zeitliche Abfolge und den finanziellen Umfang aller Maßnahmen getroffen werden.

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