1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

Nach der deprimierenden Corona-Zeit: So läuft das Geschäft bei „Arens & Hilgert“

Erstellt:

Von: Peter von der Beck

Kommentare

Das Arens-und-Hilgert-Sortiment ist breit angelegt und hat in gewisser Weise Kaufhauscharakter.
Das Arens-und-Hilgert-Sortiment ist breit angelegt und hat in gewisser Weise Kaufhauscharakter. © von der Beck, Peter

Nach der für Einzelhändler deprimierenden Corona-Zeit – 132 Teilschließungstage – hat Jens Hilgert einen anderen Blick auf das Geschäft. Und so ist er rückblickend mit dem Verlauf des Jahres 2022 durchaus zufrieden. „Grundsätzlich läuft es ganz ordentlich.“

Der geschäftsführende Gesellschafter des Hagebaumarkts Arens & Hilgert in Neuenrade sieht dabei durchaus Bereiche in seinem Sortiment, die durch zurückgehende Umsätze gekennzeichnet waren. Und ganz so spurlos ging der Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine auch nicht an den Baumarktumsätzen vorbei.

Doch den ganz großen Einbruch wegen unterbrochener Lieferketten in einer speziellen Sparte habe es nicht geben. „Sicher war es am Anfang mit dem Baustoff Holz schwierig.“ Mit technischen Produkten sei es zwischenzeitlich auch nicht ganz einfach gewesen, Gleiches habe kurzzeitig für Grills gegolten. Aber dass es zwischenzeitlich leere Regale gegeben hätte, könne er nicht behaupten. „Es waren punktuelle Engpässe.“ Die habe man eben rasch überwinden können.

Jens Hilgert, geschäftsführender Gesellschafter bei Arens & Hilgert, freut sich über ein unter dem Strich zufriedenstellend verlaufendes Geschäftsjahr.
Jens Hilgert, geschäftsführender Gesellschafter bei Arens & Hilgert, freut sich über ein unter dem Strich zufriedenstellend verlaufendes Geschäftsjahr. © von der Beck, Peter

Bauprojekte: Einige nehmen Abstand

Was Baustoffe anbelangt, so habe es den einen oder anderen gegeben, der von seinem Bauprojekt Abstand genommen habe. Doch in jedem vorhandenen Heim sei „doch immer was zu tun“. Deshalb betonte Jens Hilgert: „Wir sind zufrieden – ohne Euphorie.“ Wenn das die Krise sei, so sei sie noch nicht bei Arens & Hilgert angekommen. Der geschäftsführende Inhaber des Baumarktes schiebt die vergleichswiese moderate Geschäftsentwicklung auch auf die Tatsache, dass der große Einzelhandelsbetrieb durchaus Kaufhauscharakter habe und sehr breit aufgestellt sei. Hilgert verweist auf die große Zooabteilung und das starke Gartencenter. Auch Klamotten – eher mit Zielrichtung Handwerker – verkauften sich gut. Auch die Marke „Brandit“ laufe „sehr stark“.

Was nun die gesperrte Rahmedetalbrücke anbelangt, so spielt die – zumindest was die Kundschaft betrifft – keine Rolle. „Das ist nicht mehr unser Einzugsgebiet.“ Lediglich Lieferanten hätten Schwierigkeiten. Wesentlich mehr Bedeutung würde er aber der lange gesperrten Höllmecke und der lang andauernden Innenstadtbaustelle im Stadtzentrum Neuenrades zumessen. Das betreffe insbesondere Kundschaft aus Werdohl und Altena. Und er habe Stammkunden aus Altena, die eben lange nur unter Schwierigkeiten zum Baumarkt gelangen konnten. „Doch irgendwie hatte man sich sogar schon an die Neuenrade-Baustellen gewöhnt.“

Camping-Bereich soll erweitert werden

Klar, dass Jens Hilgert für die Zukunft auch wieder das eine oder andere vorhat. So will er den Bereich Gartengeräte im Baumarkt umbauen. Außerdem wird auch der Themenbereich Camping erweitert. Da habe man ohnehin verstärktes Interesse bei der Kundschaft bemerkt, hatte Jens Hilgert an anderer Stelle schon mal erwähnt.

Auch interessant

Kommentare