Freunde helfen in der Not

Nach dem Unwetter: Hilfe für Neuenrade aus den Partnerstädten

Auch Neuenrade wurde von dem Unwetter getroffen, kam im Vergleich zu einigen Nachbarstädten aber noch vergleichsweise glimpflich davon.
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Auch Neuenrade wurde von dem Unwetter getroffen, kam im Vergleich zu einigen Nachbarstädten aber noch vergleichsweise glimpflich davon.

Bürger und Verantwortliche der Partnerstädte Neuenrades haben im Zuge der Flutkatastrophe ihre Hilfe angeboten.

Der Bürgermeister von Klingenthal, Thomas Hennig, hat bei Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) angerufen und sich nach dem Hilfe-Bedarf erkundigt. „Toni, wenn wir helfen können, dann stehen wir bereit“, zitierte Wiesemann den Oberbürgermeister Hennig.

Wiesemann erläuterte, dass er dann die Situation geschildert habe, habe dargelegt, dass Neuenrade vergleichsweise glimpflich davongekommen und somit personelle und logistische Hilfe nicht erforderlich sei. Thomas Hennig berichtete noch, dass auch die Klingenthaler Feuerwehr von sich aus wegen Hilfe für Neuenrade angefragt hatte. Da hatte er schon mit dem Bürgermeister gesprochen und erfahren, dass man in Neuenrade alles im Griff habe.

Enge Partnerschaft mit Neuenrade

Man habe ja eine sehr enge Partnerschaft mit Neuenrade und auch nicht vergessen, wie die Neuenrader 1990 nach der Wiedervereinigung geholfen hätten. Gleichwohl wollen sich die Klingenthaler wohl finanziell engagieren, wie Oberbürgermeister Thomas Hennig bestätigte. Über die Höhe der finanziellen Hilfe will sich der Ältestenrat – das ist die Runde der Fraktionsvorsitzenden (CDU, Freie Wählergemeinschaft und Pro Klingenthal) – in dieser Woche entscheiden.

Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht aufnehmen.

Nicht nur die Klingenthaler meldeten sich. Auch aus der niederländischen Partnerstadt Dinxperlo gab es Angebote. Hier habe es auch über ein Netzwerk von Freunden und Bekannten Hilfsangebote gegeben. Wiesemann freute sich natürlich über diese Gesten: „Ich konnte aber sagen, dass wir es im Griff haben.“ Man sei in Neuenrade ja – im Vergleich zu den Nachbarstädten – mit einem hellblauen Auge davon gekommen.

Bestandsaufnahme dauert an

Bürgermeister Wiesemann berichtete auf Nachfrage der Redaktion derweil, dass die Stadt immer noch mit der Bestandsaufnahme der Unwetterschäden befasst sei. Fest steht, dass Schule und Rathaus Schaden genommen haben. Die Schadenshöhe stehe aber noch nicht im Detail fest. Zudem hat die Stadt nach Angaben des Bürgermeisters zwei kleinere Brückenbauwerke, in der Nähe der Firma Linn/Kohlhage und am Ende der Wasserburgstraße oberhalb der Kläranlage, verloren. Die Brücken werden überwiegend von Land- und Forstwirtschaft genutzt. Hinzu kommt der zusätzliche Aufwand durch Arbeiten, die nicht unbedingt sichtbar seien. Dazu gehöre zum Beispiel das Spülen der Kanäle.

Auch Hilfeersuchen von Privatleuten an die Stadt gab es. Eine Person hat die komplette Wohnung verloren. „Hier helfen und vermitteln wir“, sagte Wiesemann. Zudem bleibe man im Gespräch. Wenn man auch nicht unbedingt finanziell helfe, so könne man doch schauen, was man im Fundus habe.

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