Galvanik-Brand Tyrolit

Teil der Produktion wird wieder hochgefahren

Industriebrand bei der Firma Tyrolit in Neuenrade
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Industriebrand bei der Firma Tyrolit in Neuenrade

Neuenrade - Nach dem Großbrand bei Tyrolit gibt es inzwischen ein gute Nachricht. Teile der Produktion können wohl schon in der nächsten Woche wieder hochgefahren werden.

Zum Hintergrund: Produktionseinheiten der Firma Tyrolit wurden am vergangenen Samstag im Rahmen eines Großbrandes (wie berichtet) stark in Mitleidenschaft gezogen. Dabei wurde die Galvanikabteilung vollständig zerstört und Teile der mechanischen Fertigung in Mitleidenschaft gezogen. Die übrigen Produktionsbereiche sowie die Bereiche Verwaltung und Logistik scheinen nach einer ersten Schadensabschätzung weitestgehend intakt, heißt es in einer ersten Pressemitteilung der Konzernspitze.

„Lohnfortzahlung ausgemacht“

Gestern waren Sachverständige vor Ort, Teile des Betriebes sind immer noch gesperrt. Eine gute Nachricht gibt es aber inzwischen. So sagte Christoph Waltl, Konzernsprecher der österreichischen Tyrolit-Gruppe: „Da einige Produktionseinheiten nicht betroffen sind, können wir deren Betrieb nächste Woche wieder aufnehmen.“ Da sei er zuversichtlich. Gut 130 Mitarbeiter arbeiten nach Aussage von Waltl am Standort Neuenrade. „Mit der Versicherung ist eine Lohnfortzahlung für die Mitarbeiter ausgemacht“. Alles weitere werde sich zeigen, sagte Waltl. Wie viele Mitarbeiter nun direkt vom Produktionsausfall betroffen sind, vermochte Waltl nicht zu sagen. Eine Versetzung von Mitarbeitern an andere Standorte des Konzerns sei „leider nicht“ möglich. Gleichwohl versuche man nun konzernintern oder durch Auslagerung „an Zulieferer in der Region“ die Produktionsausfälle zu kompensieren – bis zum vollständigen Wiederaufbau der zerstörten Produktionseinheiten. Der Ausfall sei nicht einfach zu verkraften, da gerade in Neuenrade „sehr viel Know-How“ vorliege, das nicht einfach ersetzbar sei. „Neuenrade ist im Konzern Kompetenzzentrum im Bereich Getriebe.“ Man beliefere in Deutschland alles im Umfeld dieser Industrie.

Ausdrücklicher Dank an die Einsatzkräfte

Dank der standardisierten Abläufe des Business Continuity Managements (BCM) und dem engagierten Einsatz der Mitarbeiter vor Ort habe man jedenfalls bereits umfassende Maßnahmen ergreifen können. Die Aufräumarbeiten hätten schon begonnen. Ausdrücklich bedanken sich die Verantwortlichen des Unternehmens bei jedem einzelnen der 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr, die einen noch größeren Schaden verhindert hätten.

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