Es geht wieder los

Nach Corona: Kultursaison in Neuenrade für Abonnenten kostenlos

Bürgermeister Antonius Wiesemann, Kulturbeauftragte Monika Arens und Bereichsleiterin Ira Valsamidou präsentieren hier im Bürgermeisterbüro eine Auswahl des Kulturprogramms.
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Bürgermeister Antonius Wiesemann, Kulturbeauftragte Monika Arens und Bereichsleiterin Ira Valsamidou präsentieren hier im Bürgermeisterbüro eine Auswahl des Kulturprogramms.

Gute Nachrichten für die Freunde des städtischen Kulturangebotes. Die Saison geht bald wieder los, es gibt ein abwechslungsreiches Programm im Kaisergarten, darunter eine prominent besetzte Komödie.

Und für alle Besitzer des Kultur-Abonnements der Stadt ist die kommende Kultursaison tatsächlich kostenlos. Denn zuletzt waren coronabedingt bekanntlich fast alle Veranstaltungen ausgefallen.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Die Stadt plant, zunächst nur die Abonnenten zuzulassen. Erst wenn es die Inzidenzstufe 14 Tage vorher zulässt, sollen auch Tageskarten an der Bürgerrezeption im Rathaus verkauft werden. Mehr Flexibilität geht kaum. Doch Bürgermeister Antonius Wiesemann machte bei der Präsentation der Kultursaison 2021/22 klar, dass er – wenn nötig – auch härtere Maßnahmen ergreifen würde.

Angebot bleibt unverändert

Die neue Kultursaison umfasst das Angebot der vergangenen. Es ist trotzdem aktuell, weil der Großteil der Veranstaltungen fast ausnahmslos pandemiebedingt ausgefallen war. Einen langen Brief mit reichlich Pandemie-Verhaltensvorschriften und mit dem neuen alten Programm verschickte Neuenrades Kulturbeauftragte Monika Arens deshalb an ihre Kundschaft.

Kultursaison 2021/22: Die Termine in der Übersicht

Alle Veranstaltungen der städtischen Kultursaison 2021/22 finden im Saal des Hotels Kaisergarten statt.

Sonntag, 12. September, 17 Uhr: „Drei Freunde – Drei Tenöre“, Konzert.

Samstag, 23. Oktober, 19.30 Uhr: „Spatz und Engel“, Schauspiel mit Musik.

Sonntag, 19. Dezember, 17 Uhr: Weihnachtskonzert.

Samstag, 5. Februar, 19.30 Uhr: „Chocolat – eine himmlische Verführung“, Komödie.

Sonntag, 13. März, 17 Uhr: Klavier-Konzert mit Donovan Aston.

Samstag, 30. April, 19.30 Uhr: Show Nornu mit dem Duo Schwarzblond und der Rossi-Dance-Company.

Auch eine besondere Kinder-Veranstaltung soll es geben. Das Dschungelbuch wird als Familienmusical am Samstag, 21. Mai, ab 15 Uhr im Kaisergarten präsentiert.

Sie verweist auf die Corona-Schutzverordnung. Demnach sind nur diejenigen zugelassen, welche zweifach geimpft, genesen oder getestet sind. Entsprechende Nachweise sollen die Abonnenten dann am Einlass bereit halten. Diese Kulturfreunde mit festen Sitzplatz müssen dafür keinen Mindestabstand einhalten. Und falls die Inzidenzstufe steigt, so haben sich Arens und die städtische Fachbereichsleiterin Ira Valsamidou mit dem Segen des Bürgermeisters noch etwas Spezielles einfallen lassen. Auf den Abo-Tickets steht neben der Stammplatznummer noch eine weitere Platzangabe. Dieser Platz käme eben bei verschärfter Pandemielage in NRW zum Tragen. In der Kulturabteilung der Stadt wurden diese Sitzplätze nach einem Schachbrettmuster vergeben. Ob man nun mit oder ohne Mundschutz zuschauen darf und was alles sonst noch zu beachten ist, möchte die Stadt jeweils zeitnah vor den Veranstaltungen veröffentlichen. Um eine Rückverfolgung der Kontaktdaten im Falle einer Corona-Infektion sicherstellen zu können, ist das Abo nicht auf eine andere Person übertragbar. Es sei denn, der Name des Platzinhabers wird vorher schriftlichen angegeben.

Neustart ist eine große Erleichterung

Dass es jetzt wieder losgeht, ist besonders für Monika Arens eine große Erleichterung. Nicht nur die Künstler ziehe es mit aller Macht wieder auf die Bühne, auch als Veranstalter blicke man nun mit viel mehr Optimismus und Hoffnung auf die neue Saison, zumal ein Großteil der Abonnenten geimpft sei. Kultur live vor Ort erleben, das sei viele Jahre selbstverständlich gewesen. Nach eineinhalbjähriger Zwangspause durch die Pandemie „sehnen sich die Menschen nach Unterhaltung in Form von Musik, Tanz oder Theater“. Hinzu komme die wertvolle „Begegnung mit anderen Menschen“, sagte Arens. Bürgermeister Wiesemann ergänzte: „Wir stecken hier sehr viel Energie in Kultur.“

Für das besondere Kultur-Bonbon der Saison 21/22, eine romantische Komödie mit den beiden Promis Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer namens „Chocolat – eine himmlische Verführung“, griff Arens tief ins Stadtsäckel und verhandelte auch fleißig. Jetzt dürfen sich die Abonnenten im Februar auf diese Komödie freuen. Dabei geht es um die attraktive Vianne, die ausgerechnet in einem Provinznest eine Chocolaterie eröffnet, sehr zum Verdruss des Dorfpfarrers Reynaud, der mit solchen himmlischen Verführungen zunächst gar nichts am Hut hat.

Finanzielle Unterstützung für die Künstler

Bleibt noch der Blick zurück auf die Corona-Kultursaison. Dass städtisch organisierte Veranstaltungen im Leben vieler Kulturschaffender eine nicht unbedeutende Rolle spielen, mussten viele Künstler während der Pandemie erfahren, als die Aufträge reihenweise gecancelt wurden. Sie erfuhren aber auch, dass man sich kümmert. Immerhin die Hälfte des Honorars erhielten auch die vom Neuenrader Kulturamt beauftragten Künstler über die Organisation „Neustart Kultur“. Diesen Neustart soll es in der Hönnestadt ab September nun auch tatsächlich auf der Bühne geben.

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