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Nach Betrugsvorwürfen: Corona-Testzentrum im MK öffnet wieder

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Von: Carla Witt

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In Neuenrade öffnet das Corona-Testzentrum am Freibad Friedrichstal in dieser Woche wieder.
In Neuenrade öffnet das Corona-Testzentrum am Freibad Friedrichstal in dieser Woche wieder. © Bernd Weißbrod/dpa

Das Corona-Testzentrum auf dem Freibad-Parkplatz, das im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen in der vergangenen Woche geschlossen wurde, öffnet am Freitag wieder

Dann allerdings ist ein anderer Betreiber verantwortlich: die Ifam GmbH. Das Institut für Arbeitsmedizin mit Sitz in Neuenrade betreibt unter anderem die Drive-in-Teststellen am Riesei in Werdohl und am Aquamagis in Plettenberg.

Obwohl es noch keine Hinweise gibt, dass die Verantwortlichen des bisher zuständigen Unternehmens in möglichen Abrechnungsbetrug involviert waren – wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, dauern die Ermittlungen an – steht die Entscheidung fest: „Das Gesundheitsamt hat dem Betreiber dauerhaft die Beauftragung entzogen mit der Begründung, dass die kriminellen Vorkommnisse in den Filialen, nicht für eine ordnungsgemäße Geschäftsführung und Aufsicht gegenüber den Mitarbeitern spricht.“ Das erklärte Kreis-Pressesprecherin Ursula Erkens. Fünf Mitarbeiter des Unternehmens, das in Neuenrade, Lüdenscheid, Menden und Hagen Testzentren betrieben hat, sollen laut Staatsanwaltschaft bei der Abrechnung betrogen haben. Die Betrügereien seien laut Aussage des Geschäftsführers zwischen dem 11. Oktober und Mitte November geschehen, als die Bürgertests vorübergehend nicht mehr kostenlos für die Bevölkerung waren. In Neuenrade öffnete das Testzentrum des Unternehmens erst nach diesem Zeitraum.

Viele Interessenten

An möglichen neuen Betreibern für das Neuenrader Testzentrum mangelte es nicht, wie Bürgermeister Antonius Wiesemann berichtete: „Auch ich persönlich hatte einige Anfragen.“ Die Interessenten habe er an das Kreis-Gesundheitsamt verwiesen, denn die Stadt Neuenrade stelle lediglich die Fläche für das Testzentrum zur Verfügung. Wer dann als Betreiber zum Zuge komme, das entscheide der Kreis. „Uns als Stadt ist es nur wichtig, dass wir den Menschen das Angebot machen können.“

Bereits am Freitag wird die Ifam GmbH, das Institut für Arbeitsmedizin mit Sitz am Gevener Weg in Neuenrade, den Standort am Friedrichstal neu beleben. Wie bisher wird eine Drive-In-Testung angeboten. Und im Gegensatz zu den Ifam-Testzentren in Plettenberg und Werdohl erfolgt die Testung ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung über die Internetplattform CovCheck. Wer getestet werden möchte, muss sich über www.Covcheck.info registrieren und kann dann Termine buchen. PCR-Tests werden nicht mehr vorgenommen.

Die frühen Öffnungszeiten entfallen

Einen Haken hat der Betreiber-Wechsel darüber hinaus: Die Öffnungszeiten zwischen 6 und 9 Uhr entfallen. Künftig soll montags bis freitags jeweils von 9 bis 11 und von 17 bis 19 Uhr getestet werden, samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr.

Auf Anfrage erklärte Ifam-Sprecherin Anja Semmler aber: „Die Öffnungszeiten sind nicht in Stein gemeißelt.“ Man habe im Laufe der Pandemie immer wieder Flexibilität bewiesen und die Öffnungszeiten den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Das sei grundsätzlich auch im Friedrichstal möglich – „allerdings nicht von heute auf morgen“. Zudem biete das Ifam am Gevener Weg werktags zwischen 6 bis 7 Uhr Corona-Testungen an - allerdings ohne vorherige Terminvereinbarung.

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