Rund 8000 Quadratmeter

Nach 445 Bäumen auf dem Kohlberg: Das ist die neue Fläche für den Babywald

Horst Hanke (von links), Josef Brockhagen, Antonius Wiesemann und Margarete Kind (mit Baby Lotta). Sie sorgen dafür, dass es in Neuenrade weiter einen Babywald gibt.
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Horst Hanke (von links), Josef Brockhagen, Antonius Wiesemann und Margarete Kind (mit Baby Lotta). Sie sorgen dafür, dass es in Neuenrade weiter einen Babywald gibt.

Nach 445 Baby-Bäumen auf dem Kohlberg ist dort kein Platz mehr für diese Art von Bepflanzung. Nach langer Suche gibt es nun einen neuen Ort für einen Babywald.

Am Eichhörnchenweg in der Nähe des Hexentanzplatzes am Rande des Walderlebnispfades. Hier geht es am ersten Novembersonntag los und Neuenrader Babys können wieder einen eigenen Baum bekommen.

Wer einen Baum anmeldet, muss schon aus Neuenrade sein. Für Auswärtige ist kein Platz. Denn die Aktion ist beliebt. Schon jetzt stehen 40 Namen auf der Liste, um welche sich Margarete Kind aus der Neuenrader Verwaltung kümmert.

Plan ist bereits konzipiert

„Der Babywald ist populär und inzwischen gibt es den einen oder anderen Ort, der ebenfalls mit einem Babywald aufwartet“ sagte Horst Hanke, Initiator der Idee und einstiger Abteilungsleiter im Kulturverein Forum Neuenrade, bei der Vorstellung der neuen Fläche. Hanke hat einen Plan konzipiert, auf dem die einzelnen Baby-Baum-Standorte verzeichnet sind. Ein erstes Areal über 50 mal 30 Meter für 45 Bäume steht fest.

Das Gelände ist eine 8 000 Quadratmeter große Fläche, wo jede Menge Bäume Platz finden. Demnächst wird sie mit der Fräse hergerichtet, um die Stümpfe der Borkenkäferbäume zu entfernen. Anschließend werde gemulcht, erläuterte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU), der auch Vorsitzender der Kulturinstitution ist. Wiesemann, gelernter Landschaftsgärtner und damit ein Fachmann, hält die Fläche für sehr gut: „Standort und Lichteinfall – das ist ideal.“ Auch Josef Brockhagen, Abteilungsleiter Stadtverschönerung und Ansprechpartner für das städtische Kulturangebot im Forum, freut sich, dass es am Hexentanzplatz bald losgeht.

Motto: „In Neuenrade werd ich groß“

„In Neuenrade werd ich groß“ – das ist das Motto der beliebten Aktion. „Viele machen aus der Baumpflanzung für den neuen Erdenbürger ein großes Familienevent“, sagte Margarete Kind. Das Einpflanzen werde zelebriert. Ohnehin gibt es einen Imbiss und Getränke. Auch die eine oder andere amüsante Geschichte rankt sich um die diversen Pflanzaktionen.

Die Baby-Bäume – es kann Ahorn, Buche, Kastanie, Linde oder Walnuss sein – werden am Hexentanzplatz natürlich nicht im Niemandsland gepflanzt. Das Grundstück und der Baumbestand sind im Privatbesitz des Waldflächeneigentümers. Für die Pflege der Bäume ist allerdings jede Familie selbst verantwortlich. Pro Baum werden 70 Euro fällig. Doch, wie Margarete Kind betonte, reiche diese Summe nicht aus, deshalb sei man froh über Sponsoren. Baum, Pfahl, Schild – all das koste weitaus mehr. Neben den Grundstückseigentümern, welche die Fläche zur Verfügung gestellt haben, hat auch Unternehmer Alexander Klinke den Neuanfang des Babywaldes unterstützt. Ein großes Hinweisschild auf den Babywald wird aufgestellt. Darauf wird auch ein QR-Code zu finden sein, der direkt zur Anmeldung verlinkt.

Überdachte Sitzbank geplant

Eine überdachte Sitzbank wird es Dank Josef Brockhagens Engagement noch geben. „Ich habe einige Unternehmer besucht“, sagte Brockhagen. Er sei deshalb sicher, dass das Vorhaben gelinge.

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