Versammlung im Kaisergarten

Medizinisches Versorgungszentrum: CDU übt harsche Kritik an der Opposition

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Die Vorstandscrew der CDU Neuenrade um den Vorsitzenden Marcus Dunker (6.v.r.) und der neuen stellvertretenden Vorsitzenden Barbara Klüter (l.) präsentiert sich mit Bürgermeister Antonius Wiesemann und Marco Voge.

Neuenrade - Kritik an der Opposition, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und Personalien im Rahmen der Vorstandswahlen kennzeichneten die Jahreshauptversammlung der Neuenrader CDU am Dienstagabend im Kaisergarten.

42 von rund 250 Mitgliedern waren gekommen. Einen personellen Wechsel gab es im Vorstand. 

Wiedergewählt für die kommenden zwei Jahre wurde der bisherige Vorsitzende Marcus Dunker. Er erhielt bei einer ungültigen und einer Gegenstimme 40 Stimmen. 

Reinken-Stork kandidiert nicht mehr

Brigitte Reinken-Stork, bislang 1. Stellvertretende Vorsitzende und 1. Stellvertretende Bürgermeisterin, wollte nach einem Dutzend Jahren im Führungsgremium der CDU nicht mehr kandidieren. Zum einen seien es berufliche Gründe, sie habe mit ihrem Ladengeschäft sehr gut zu tun, zum anderen tue „ein Personalwechsel dem Vorstand gut. So würde es mit Barbara Klüter, „eine Frau mit Kompetenz und Erfahrung“, sicher neue Impulse geben. Klüter wurde mit 40 Stimmen plus einer Enthaltung gewählt. 

Zwei weitere Frauen schieden aus: Nina Hanke-Abel und Renate Overhues verabschiedeten sich aus dem Vorstand. Die Beisitzer sind nun Fabian Cormann, Regina Lückert, Björn Rapp, Wolfgang Schulte, Horst Sulzer und Stefan Zutz. CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann wurde 2. Stellvertretender Vorsitzender mit 40 Stimmen plus einer Enthaltung. Dennis Uhlig wurde wieder Geschäftsführer mit 42 Stimmen und erhielt viel Applaus; Stellvertretende Geschäftsführerin wurde wieder Kristina Jürgens mit 39 Stimmen bei einer Enthaltung und einer Nein-Stimme. Schatzmeister ist Detlef Pavlidis, er wird von Sebastian Holub vertreten. Die Kasse prüfen Helmut Rath und Martin Schäfer. 

Dunker: "Außer Meckern war da nicht viel"

Natürlich hielt im Rahmen der Versammlung der Vorsitzende Markus Dunker eine Rede, blickte dabei auf seine knapp 170 Tage an der Spitze der CDU zurück und kommentierte auch das Verhalten der Opposition. Er kritisierte zunächst die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Neuenrade als die „Dagegen-Partei“, welche gegen den Haushalt gestimmt, zuvor aber alle Anträge befürwortet habe. Dunker stellte in seiner Rede noch einmal das Pilotprojekt MVZ heraus und kritisierte das Verhalten der anderen Parteien zu diesem Thema. Die Verweigerung von Teilen der Opposition, an der nicht-öffentlichen Ratssitzung zum MVZ teilzunehmen, grenze an einen Boykott. Das sei nicht seine Auffassung von Ratsarbeit, denn man müsse sich mit ganzer Kraft für die Stadt einsetzen. Und überhaupt habe es bislang keine fundierten Gegenvorschläge gegeben. „Außer Meckern war da bei der Opposition nicht viel.“ Alles sei sehr destruktiv seitens der Opposition. Der Wahlkampf sei wohl schon eröffnet. Doch, die CDU lasse sich nicht provozieren, konzentriere sich weiter auf die sachliche Arbeit. 

Im Rahmen der Versammlung präsentierte Kristina Jürgen die Arbeit der Frauen Union Neuenrade (Durchschnittsalter 67 Jahre, 48 Mitglieder) mit dem Erfolgsmodell Gertrüdchentrödel und den vielen Spenden; Axel Struwe berichtete über die Angebote der Senioren Union (rund 80 Mitglieder, gute Vernetzung in viele politische Gremien) mit politischen Vorträgen und Weiterbildungsaktionen. 

Junge Union eine rege Truppe

Auch die Junge Union (JU), geführt von Lisa Dunker, scheint eine rege und gut vernetzte Truppe zu sein: Waffelverkauf, Kleben von Wahlplakaten, politische Weiterbildung und regelmäßige Treffen mit JU-Gruppen aus anderen Städten kennzeichnen die Aktivitäten. 

Einen Gast hatte die Neuenrader Union zudem: Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Marco sprach. Auch er ließ es sich nicht nehmen, auf das MVZ einzugehen und in dem gesamten Prozess seine vermittelnde Rolle bei Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hervorzuheben. Laumann habe bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) um Zustimmung zum MVZ-Projekt interveniert. Was die Kritik der Opposition am MVZ anbelangt, sagte Voge: „Lasst Euch das Projekt nicht kaputtmachen.“ Es könne nicht sein, dass „auf dem Rücken jener Leute, die auf ein MVZ angewiesen seien, Wahlkampf“ gemacht werde.

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