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Wirtschaftsplan für das MVZ: Neue Projekte sind in Sicht

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Von: Peter von der Beck

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Hier, am Wallkarree nahe dem Stadtpark, befindet sich seit dem vergangenen Jahr das Medizinische Versorgungszentrum Neuenrade. Archi
Hier, am Wallkarree nahe dem Stadtpark, befindet sich seit dem vergangenen Jahr das Medizinische Versorgungszentrum Neuenrade. Archi © von der Beck

Beim Medizinischen Versorgungszentrum entwickelt man sich weiter. Kleinere Investitionen werden vorgenommen, neue Projekte sind in Arbeit. Und man ist weiter auf der Suche nach ärztlicher Verstärkung.

Neuenrade – Zunächst kamen am Donnerstagabend aber die Parteienvertreter zur Verwaltungsratssitzung zusammen. Vorstand Gerhard Schumacher präsentierte dabei unter anderem ein Zahlenwerk: den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr. Den hatte der heimische Experte, der Dipl.-Betriebswirt und Bilanzbuchhalter Ioannis Pavlidis, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand erstellt. Demnach schließt die Vorausschau mit einem Gewinn in Höhe von rund 9000 Euro. Zudem rechnet man mit steigenden Patientenzahlen, aktuell geht man von rund 2300 Patienten pro Quartal aus. Und am Ende des Jahres stehen auf der Ertragsseite knapp 730 000 Euro. Das sind immerhin mehr als die 70 000 Euro im Jahr davor. Die Aufwendungen addieren sich auf rund 720 000 Euro. Am Ende gibt es jenen kalkulierten Gewinn. Die Personalaufwendungen liegen laut Schumacher auf dem Niveau des Vorjahres. Der Weggang einer Ärztin wird dabei durch Aufstockung des Personals im nicht-medizinischen Bereich und Gehaltsanpassungen wieder ausgeglichen. Mehr Geld wird für die Miete ausgegeben, außerdem haben sich die Praxis- und Laborkosten verdreifacht. Kleinere Investitionen werden vorgenommen. Darunter 14 000 Euro für die Ablösung eines Fahrzeugleasing-Vertrages. Die Mitglieder des Verwaltungsrates nahmen den Wirtschaftsplan zur Kenntnis. Der Bündnisgrüne Vertreter hatte zuvor noch eine Zahl hinterfragt, die im Nachgang aber erklärbar war.

Auch über künftige Projekte wurde gesprochen. Konkret ist dabei die Weiterbildung einer medizinischen Fachkraft zur EVA-Assistenz. Das bedeutet Entlastender Versorgungsassistent. Dafür muss man etliche Jahre Berufserfahrung vorweisen. Die Ausbildung ist umfangreich und umfasst viele theoretische und praktische Stunden. Die spätere Tätigkeit reicht von Unterstützung des Arztes bei Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen bis hin zur Dokumentation oder Überwachung der Medikamenteneinnahme. Ein umfassendes Aufgabengebiet. Ein EVA ist auch alleine unterwegs, kann sich bei Rückfragen und Fragestellungen schnell mit dem Arzt kurzschließen. Bei einem weiteren Projekt hält man sich noch sehr bedeckt, wohl um nicht etwaige Konkurrenz auf den Plan zu rufen. Hier geht es um einen bestimmten Service im Rahmen der Versorgung außerhalb der Sprechzeit.

Was nun Formen der medizinischen Versorgung anbelangt, die den Bereich Digitalisierung betreffen – zum Beispiel wenn es um Videosprechstunden geht – da ist man beim MVZ noch in einer eher frühen Entwicklungsphase. Der Vorstand – Gerhard Schumacher und Daniel Wingen – zeigt sich offen dafür, hieß es.

Eine Nachfrage der SPD gab es zu den Hausbesuchen. Die werden beibehalten, auch bei Neupatienten, hieß es.

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