Mutmaßliche Einbrecher müssen sich im Amtsgericht verantworten

Symbolbild

NEUENRADE - Immense Schäden, üppige Beute und wütende Geschäftsleute: Über Monate hinweg suchten Einbrecher im Zeitraum von September bis Dezember 2012 Geschäftsräume und Wohnungen in Neuenrade heim. Seit Donnerstag sitzen im Amtsgericht Altena zwei 20-Jährige auf der Anklagebank, die für diese Einbrüche verantwortlich sein sollen.

Weil die beiden noch unter Bewährung stehenden Heranwachsenden auch nach langer Beratung mit ihren Anwälten nichts zu den Vorwürfen sagen wollten, vertagte das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Dirk Reckschmidt die Verhandlung.

Schon für die Verlesung der Anklage brauchte Staatsanwältin Ina Pavel viel Zeit: Die Einbruchserie begann am 9. September 2012. An diesem Tag wurde ein Geschädigter aus seinem Haus am Schütteloher Weg gelockt. Anschließend schlugen die Täter die gläserne Eingangstür seines Hauses ein. Sie nahmen unter anderem Damenringe und Bernsteinschmuck, Silber, Münzen und Medaillen im Gesamtwert von 15 000 Euro mit. Am 27. Oktober erbeuteten Einbrecher erneut am Schütteloher Weg Schmuck, Uhren und anderes im Gesamtwert von 22 000 Euro.

Kurz zuvor, am 22. Oktober, hatte die Glastür von „Margot’s Silberstübchen“ dran glauben müssen. Dort verschwanden unter anderem silberne Kreuze und ein Schutzengelanhänger.

Viel Schaden, wenig Beute war das Ergebnis von Einbrüchen in die Lotto-Toto-Annahmestellen Schulte und Huckschlag. Dort nahmen die Täter vorzugsweise Rubbellos-kalender mit.

Noch einmal erreichte der Wert des Diebesguts eine fünfstellige Höhe: Bei einem Einbruch in die Postfiliale an der Freiheitsstraße erbeuteten die Täter zahlreiche Pakete. Unter anderem fielen ihnen ein TV-Gerät und vier Computer in die Hände. Auf 14 000 Euro soll sich der Schaden dort summiert haben. Darüber hinaus soll einer der beiden Angeklagten mehrere Male von der Polizei in Begleitung von Marihuana angetroffen worden sein.

Richter Dirk Reckschmidt ergänzte einen weiteren Anklagepunkt: Einer der beiden Beschuldigten soll am 9. April 2012 Marihuana und Haschisch aus den Niederlanden eingeführt haben.

Der Polizei war es nicht gelungen, die Angeklagten bei einem der Einbrüche vor Ort zu erwischen. Die Anklage stützt sich deshalb auf ein sehr ernst zu nehmendes Indiz: „Bei beiden Angeklagten wurden in Räumlichkeiten, die ihnen zuzuordnen waren, Gegenstände aus den Einbrüchen aufgefunden“, stellte Richter Dirk Reckschmidt fest. Am 10. Dezember wird ab 9 Uhr weiterverhandelt.

Von Thomas Krumm

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