Rat muss Leader-Bewerbung mit auf den Weg bringen

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Eine mögliche Leader-Region.

Neuenrade - Die gemeinsame Leader-Bewerbung der Städte Arnsberg, Balve, Sundern und Neuenrade, die im Sinne ihrer Berücksichtigung im Januar 2015 eingereicht werden muss, wird am 17. Dezember Thema in der Ratssitzung sein – denn für die Bewerbung müssen offizielle Beschlüsse aus jeder beteiligten Stadt vorliegen.

Die Neuenrader Ratsmitglieder sollen laut Beschlussvorschlag dafür stimmen, die Bewerbung überhaupt auf den Weg zu bringen und demzufolge die Entwicklungsstrategie mit verschiedenen Handlungsfeldern mitzutragen.

In den Handlungsfeldern („Da sein“, „Offen sein“, „Mobil sein“, „Bekannt sein“, „Produktiv sein“, „Aktiv sein“, „Vernetzt sein“) werden jeweils Lösungsansätze formuliert, die auf zentrale Zukunftsfragen Antworten suchen, heißt es in der Beschlussvorlage für den Rat.

Auch finanzieller Aufwand käme im Fall einer erfolgreichen Bewerbung auf die Kommune zu, wie aus dem konkreten Beschlussvorschlag hervorgeht: Die anteiligen Personal- und Organisationskosten im Zeitraum 2015 bis 2022 müsste Neuenrade mit einem geschätzten jährlichen Anteil von 8500 Euro finanzieren und „alles daran setzen, in der Förderperiode die Finanzierung zur Umsetzung lokaler Projekte sicherzustellen“.

Hintergrund ist, dass eine Aktionsgruppe zur Umsetzung der Leader-Projekte eingerichtet würde. Für ebendiese sei ein kommunaler Eigenanteil in Höhe von rund 47 600 Euro pro Jahr ermittelt worden, von denen laut eines Verteilungsschlüssels der beteiligten Kommunen Neuenrade 8 500 Euro bereitstellen müsste. Im Haushaltsjahr 2015 sei dafür mit einem Betrag von etwa 2000 Euro zu rechnen, da die Gruppe – bei erfolgreicher Bewerbung –erst gegen Ende des Jahres 2015 eingerichtet werde. Aus Sicht der Stadtverwaltung solle der Rat die Beteiligung an der Leader-Bewerbung auch formal beschließen, so steht es in der Vorlage.

Die Abkürzung LEADER steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, zu deutsch: „Verbindungen zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums“. Es handelt sich um ein Förderprogramm der EU und des Landes Nordrhein-Westfalen. Würden die Städte eine Leader-Region, wären sie gemeinsam eine von zwischen 22 und 24 dieser Regionen in NRW. Zur Realisierung von Projekten könnte sich die Region über bis zu 3,1 Millionen Euro freuen.

Von Kristina Köller

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