Leiter fordert Umdenken

Musikschule Lennetal: Gebühren liegen meist über dem Schnitt

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Das Jekits-Projekt der Musikschule ist an der Burgschule, hier die Gitarrenschüler, besonders gefragt. 47 Kinder nehmen daran teil.

Neuenrade – 148 Schüler nehmen aktuell in Neuenrade an den Angeboten der Musikschule Lennetal teil. Das berichtete Armin Sommer, Leiter der Einrichtung, am Mittwoch während der Sitzung des Kulturausschusses im Rathaus.

Die Burgschule in der Hönnestadt bezeichnete Sommer als größten Standort des Jekits-Projektes (Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen). Das kulturelle Bildungsprogramm, das in Grund- und Förderschulen des Landes Nordrhein-Westfalen angeboten wird, sei in Neuenrade besonders gefragt – 47 Kinder sind dabei. 

„Das Erleben von Musik ist unser Schwerpunkt“, erklärte Armin Sommer. Das Angebot der Musikschule Lennetal, deren Träger die Kommunen Neuenrade, Werdohl, Plettenberg, Altena und Finnentrop sind, bezeichnete er als äußerst vielfältig. „Und mit unseren Ensembles und Orchestern sind wir ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens vor Ort.“ Dennoch sei die Entwicklung der Schülerzahlen leicht rückläufig. 

Schülerzahl in Neuenrade rückläufig

2017 hatte die Musikschule in Neuenrade noch 154 Schüler, berichtete Sommer. Nachfragen hätten ergeben, dass vor allem zwei Gründe bei Kündigungen eine Rolle spielten: Einerseits werde oftmals die hohe schulische Belastung von Kindern und Jugendlichen genannt, andererseits seien es oftmals Kostengründe, die zu einer Abmeldung führen würden. 

Armin Sommer hatte die Gebühren mehrerer Musikschulen im ländlichen Bereich, aber auch in Großstädten herausgesucht und diese mit den Preisen der Musikschule Lennetal verglichen. Seine Bilanz: „Die Musikschule liegt in den verschiedenen Bereichen mindestens im Durchschnitt, meistens aber auch darüber.“ 

Sommer: Mit Erhöhungen vorsichtiger sein

Armin Sommer regte an, diese Tatsache und die Mitgliederentwicklung künftig zu bedenken. „Es sollte ein Zeichen sein, dass man mit Gebührenerhöhungen in Zukunft etwas vorsichtiger sein sollte.“

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