Musikschule kann viel, sogar Regen vertreiben

Konzentriert zu Werke gingen die Akteure auf der Bühne – so wie hier eine junge Musikerin vom Streicher-Ensemble des Jugendsinfonieorchesters.

NEUENRADE - Verzaubert wurde das Publikum am Samstag von den Instrumentalisten, die den gesamten Tag über auf dem Rasen zwischen Rathaus und Villa am Wall ihr Bestes gaben. Wer das komplette Programm verfolgte, bekam einen umfassenden Eindruck von dem, was die Musikschule Lennetal leistet – und zwar genau seit einem halben Jahrhundert.

Von Michael Koll

Zunächst präsentierten sich alle kleineren Gruppen, die Leben in die Musikschule bringen. Jeweils eine halbe Stunde hatten sie zur Verfügung, um einen Einblick in ihr Schaffen zu geben. Für manch Kleinere der wohl erste Auftritt vor so großen Publikum. Zum Finale am Abend spielte dann das Jugendsinfonieorchester mit der Pop-Gesangsklasse gemeinsam ein rund dreistündiges Konzert.

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Am Vormittag fingen jedoch nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Peter Sasse und Musikschulleiter Martin Theile die Zauberlehrlinge unter der Leitung von Sebastian Hoffmann an. Sie spielten unter anderem das von Hoffmann selbst komponierte und an die Stadt Werdohl gerichtete Stück „Lennepromenade“.

Es folgte – unter der Leitung von Wilfried Wagener – die Instrumentenklasse des Plettenberger Albert-Schweitzer-Gymnasiums, die das Publikum bereits zum begeisterten Mitklatschen brachte. Klezmer-Musik hatte dann das Blockflöten-Ensemble unter der Leitung von Irmhild Haastert im Gepäck.

Beim Auftritt des großen Jeki-Orchesters unter der Leitung von Isabelle Pischel, Andrea Waesch und Christian Knaup kam der erste Regenschauer des Tages. Doch mit Stücken, die Namen trugen wie „Himmelblau“, vertrieben die Grundschüler die Wolken: Die Sonne kam zurück. Passend weiter machte das Gitarren-Ensemble von Dimitri Dolgalov mit dem Stück „First day of Spring“ (zu deutsch: Der erste Tag des Frühlings).

Dann kam Geburtstagskind Carsten Bender, der das Perkussions-Ensemble leitet. Die Klänge seiner Schüler, die sie allerlei Schlaginstrumenten entlockten, bezeichnete er als „Advanced Funk“.

Georg Tausch und sein Jugendblasorchester bekamen Unterstützung bei ihrem Auftritt vom ehemaligen Leiter der Musikschule Lennetal: Stefan Köhler griff zur Posaune und spielte unter anderem bei „The Lion King“ mit.

Es folgten die Allerkleinsten: Babys – samt Eltern – kamen auf die Bühne, um mit Joachim Kampschulte die Idee des Musikgartens vorzustellen. Charts-Musik ertönte dann aus den Kehlen der Pop-Gesangsklasse. Alle Solistinnen waren Könner an ihrem „Instrument“. Patricia Vivanco begleitete die Sängerinnen am Keyboard.

Martin Theile, der den Tag mit einem gebrochenen Fuß nicht so aktiv erleben konnte, wie er wollte, flachste dann herum: „Jetzt steige ich mit meinem Humpelfuß auch selbst in den Ring“: Es folgte das Bläserensemble, welches Michael Baasner leitet. Andrea Waesch folgte mit ihrem Streicherensemble, welches auch „Can you Feel the Love Tonight“ intonierte.

Beide zuletzt genannten Ensembles gehören zum Jugendsinfonieorchester, welches dann den Höhepunkt des Musikschultages einläutete: Das gemeinsame Konzert mit der Pop-Gesangsklasse startete mit „Conquest of Paradise“ von Vangelis. Neben Film-Musik stand aber auch Musical, Pop und Klassik auf dem Programm.

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