Mit Liebe und Engagement

Musikerstammtisch im Hotel Wilhelmshöhe

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Der 31-jährige Björn Wilke (links) und der 72-jährige Josef Feld (rechts) an der steirischen Harmonika.

Neuenrade - Die steirischen Harmonikaspieler der Lennetaler Musikschule lieben ihren Musikerstammtisch. Im Hotel Wilhelmshöhe präsentierte das Ensemble den Zuhörern mehrere Volksmusik-Titel. Der achte Musikerstammtisch wurde von Dirigentin Martina Kluge und ihren Freunden ausgerichtet.

Das Musizieren mit der steirischen Harmonika hat in der Region in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen. Als Musiklehrerin stieß Martina Kluge mit dem Erlernen der steirischen Harmonika auf eine gute Resonanz. Manche ihrer Schüler reisen inzwischen aus bis zu 100 Kilometern Entfernung an.

Die steirische Harmonika ist als diatonisches und wechseltöniges Handzuginstrument in der Volksmusik zu Hause. Bevorzugt wird die beliebte alpenländische Musik in Österreich, Südtirol oder auch in Bayern gespielt. 

Publikum überzeugt

Beim Musikerstammtisch traten Martina Kluge und ihr fünfköpfiges Ensemble im obersten Gesellschaftsraum des Hotels auf und überzeugten ihr Publikum. Unter dem Dirigat von Lehrerin Kluge intonierten die Musiker hervorragend. 

Wenn die Akteure über ihre Musik und ihre Harmonika reden wird spürbar, mit wie viel Liebe und Engagement sie dieser Art der Volksmusik zum Hörgenuss verhelfen. Der Auftritt im Rahmen des Musikerstammtisches beinhaltete unter anderem die Stern Polka und die Kuckuckspolka. Mit dem „Es woar amol am Abend spät“ erinnerten sie, unter dem Beifall der aufmerksamen Zuhörer, an einen Besuch im Gasthof. 

Dass sie dabei schmunzelnd ihre Harmonika als „Zugorgel“ oder „Quetschn“ bezeichneten, darf als Freude an der Musik gewertet werden. Wie sehr sie die Volksmusik schätzen, wurde durch weitere spontane Auftritte der Akteure deutlich. Selbst eine „original steirische Teufelsgeige“ kam zum Einsatz. 

Der 72-jährige Josef Feld zählt im Ensemble zu den Volksmusik-Liebhabern. Für ihn sei es schon immer ein Traum gewesen, mit der steirischen Harmonika diese Musik zu spielen. Am Tag probe er eine Stunde. Beim Auftritt im Hotel trug er sogar den zur Musik passenden Filzhut samt Anstecknadeln. Schmunzelnd verriet er, dass er sich den Hut beim Gertrüdchen gekauft habe. 

Der Umgang mit der steirischen Harmonika

Auch der 31-jährige Björn Wilke aus dem benachbarten Dahle ist von der alpenländischen Musik überzeugt. Dank einer Zeitungsanzeige sei er auf den Kurs mit Martina Kluge aufmerksam geworden. Seit einem Jahr ist er jetzt im Ensemble. Der musikalische Einstieg sei ihm als Orgel-, Klavier- und Akkordeonspieler und der damit verbundenen Notenkenntnisse leicht gefallen. Inzwischen feile er intensiver an der Technik im Umgang mit der steirischen Harmonika. 

Am 17. März wird Professor Florian Michelbauer zu Besuch sein und Martina Kluge offiziell als Lehrerin der steirischen Harmonika vorstellen. In der Fachwelt gilt er als Harmonikapionier. Wer Interesse am Spielen des Instrumentes hat, kann sich bei der Musikschule Lennetal unter der Telefonnummer 0 23 92 /15 08 melden.

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