Musical „Lara“ übertrifft alle Erwartungen

55 Kinder und Jugendliche hauchten dem Musical „Lara“ Leben ein und überzeugten ihr Publikum.

NEUENRADE ▪ Schon der Vorverkauf deutete an, dass es am Samstag und Sonntag während der beiden Aufführungen des Musicals „Lara“ durch das Gar-becker ChorAtelier im Kaisergarten voll werden würde. Vom tatsächlichen Ansturm zeigten sich alle Beteiligten mehr als überrascht. „Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen“, sagte Ideengeber und Texter Stefan Slembrouck im Anschluss an die überzeugende Premiere am Samstagabend vor einem ausverkauften Haus.

500 Besucher allein am Samstag während der Uraufführung. „400 Karten sind schon für den Sonntag verkauft“, hieß es an der Kasse. „Wir sind sehr zufrieden. Die Leistung der Kinder und Jugendlichen sowie das Publikumsinteresse haben uns absolut positiv überrascht“, stellte Stefan Slembrouck am Samstagabend zufrieden fest.

Die 55 jungen schauspielenden Musiker hatten natürlich großen Anteil am Erfolg. „Das war ganz großes Theater, das Gänsehaut erzeugte“, lobte der Autor die Leistung der Protagonisten des Musicals, das sich in dieser Form kaum in eine Schublade stecken ließ. Denn: Das Thema war modern, ebenso wie die Umsetzung, die dank reichlich Technik für überraschende Momente sorgte.

Ende August letzten Jahres stieg das Garbecker ChorAtelier in die Vorbereitungen ein. „Ab Januar ging es dann richtig rund“, erklärte Slembrouck, dessen Frau Hadewich Eggermont für die Leitung verantwortlich zeichnete. Die aufwändige Technik unterstützte und bereicherte das Stück gleichermaßen, standen doch moderne Medien, die Verbreitung von Informationen per SMS und die Plattform Facebook im Fokus des Musicals. „Tschüss, wir sehen uns dann im Chat-room“, verabschiedeten sich die Mädchen, die in einer eigenen Community organisiert waren – mit klaren Hierarchien. Für die 15-jährige Lara war es für ihr soziales Umfeld von entscheidender Bedeutung zur Community zu gehören. Ansonsten wären zwischenmenschliche Beziehungen so gut wie ausgeschlossen gewesen. Als dann ihr Bruder von einem Lkw überfahren wird, nimmt das Drama seinen Lauf. Stehen Lara nun ihre so genannten Facebook-Freunde wie ihre „echten Kollegen“ in Notsituationen zur Seite? Eine Frage, die sich die heutige Gesellschaft gefallen lassen muss und die im Musical interessant aufgearbeitet wurde.

Nach dem Erfolg im Kaisergarten, der aufgrund seiner technischen Ausstattung der ideale Veranstaltungsort für „Lara – ein Musical“ war, bleibt abzuwarten, ob es noch weitere Aufführungen geben wird. Stefan Slembrouck sagt: „Mit dem Gedanken werden wir uns beschäftigen müssen.“

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