OVG Münster verhängt Baustopp an der Landwehr

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Am Mehrfamilienhaus an der Ecke Landwehr/Am Lokschuppen darf vorerst nicht weitergebaut werden.

NEUENRADE ▪ Der baurechtliche Nachbarschaftsstreit an der Landwehr erreicht eine neue Stufe: Das Oberverwaltungsgericht Münster hat den Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit je sieben Wohneinheiten gestoppt und damit den Beschluss des Verwaltungsgerichts Arnsberg vom 17. Februar aufgehoben.

Vieles spreche dafür, dass die erteilte Baugenehmigung nicht mit den Interessen der übrigen Anwohner vereinbar sei, erklärte der 7. Senat des OVG. Die Richter sahen die Beschwerde gegen die vom Märkischen Kreis erteilte Baugenehmigung als begründet an. Allerdings betrachteten sie nicht – wie die Anwohner – den Aspekt des Eingemauertseins als entscheidend. Vielmehr stoßen sie sich an der Anordnung der Stellplätze und Garagen, die für die Nachbarn eine nicht zumutbare Lärm- und Geruchsbelästigung erwarten lasse. Ein Teil der Garagen soll so errichtet werden, dass er nach Ansicht des Gerichts einen „besonders schützenswerten Bereich“ – nämlich Wohn- und Schlafräume sowie eine Terrassentür – beeinträchtigt.

Gerichtsbeschluss ist nicht anfechtbar

Der nicht anfechtbare Gerichtsbeschluss hat nun aufschiebende Wirkung. Der Märkische Kreis ist gehalten, die Einhaltung des Baustopps mit zu überwachen. Der Bauherr werde nun mit den Anwohnern nach einer Lösung suchen, erklärte Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises. Konkret bedeutet das, dass der Bauherr das bauliche Konzept für das Mehrfamilienhaus wohl ändern muss. ▪ Volker Griese

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