Müllentsorgung: Abschied vom Wiegesystem

Politik und Verwaltung müssen ein neues Entsorgungssystem für Neuenrade etablieren.

Neuenrade - Die Stadt Neuenrade nimmt Abschied von ihrem Wiegesystem. Stattdessen soll nach Behältergrößen abgerechnet werden. Ein neuer Dienstleistungsvertrag muss her. Das Projekt wird europaweit ausgeschrieben.

Dabei hatten einige Neuenrader das System regelrecht lieb gewonnen. So hielt man das System für gerecht, da es die Müllentsorgung nach Gewicht berechnete. Vereinfacht: Wer viel Müll produzierte, bezahlte eben auch viel. Indes: Dass rund um Neuenrade entlang der Ausfallstraßen immer wieder Müll herumliegt, wird eben diesem Umstand zugerechnet.

Wer nicht mehr zahlen wollte, würde den Müll anderswo entsorgen, so lautete häufig der nie bewiesene Vorwurf. Zu teuer war ein anderer Vorwurf, insbesondere wurde immer der Vergleich mit anderen Entsorgungssystem  - wie dem ZfA im Lennetal   - gezogen. Seitens der SPD wurde hier immer recherchiert und ein Änderung des Systems angemahnt.

Mittlerweile haben Änderungen bei den gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich der Grundgebühr und auch hinsichtlich des Eich-Rechtes  eben eine Neuorientierung erforderlich gemacht. Ein Arbeitskreis mit Vertretern aus Politik und Verwaltung wurde gebildet, ein Gutachten über das Müllsystem in Neuenrade in Auftrag gegeben auch mit der Möglichkeit, dass man in Neuenrade ein Entsorgungssystem in Eigenregie oder mit anderen Kommunen als Partner etabliere.

Das Ergebnis: All das rechnet sich nicht. Nun, auch nach Beschluss des Arbeitskreises, möchte man ein Volumensystem einführen (unterschiedliche Behältergrößen). Der Bringhof und auch das bisherige Trennsystem (Bio, Restmüll etc. ) soll dabei beibehalten werden. 

Noch vor der Sommerpause soll die Ausschreibung erledigt sein, so dass der Verwaltungsrat der Stadtwerke über die Vergabe entscheiden kann. In Kraft treten soll das neue System zum 1.1.2017.

Von Peter von der Beck

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