Motte lockt Besucher an

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Erste Anfragen – auch aus den Nachbarstädten – liegen im Rathaus vor: Die Motte hat eine hohe Anziehungskraft.

Küntrop -  Die Motte hat über Küntrops Grenzen hinaus das Interesse der Menschen gefunden. Nach der offiziellen Einweihungen liegen inzwischen im Rathaus einige Anfragen vor, die Turmhügelburg im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Das teilten jetzt Bürgermeister Klaus Peter Sasse und Ortsvorsteher Ludger Stracke vor Bürgern im Schulungssaal des Feuerwehrhauses mit.

Im Mittelpunkt der informativen Unterredung standen erste Überlegungen, wie die Motte künftig genutzt werden kann, wer möglicherweise welche Aufgaben als Führer übernimmt und wie die jährlichen Unterhaltungskosten gedeckt werden können?

Die behördlichen Auflagen, die bei Nutzung der Motte beachtet werden müssen, sind zu schaffen. Maximal dürfen 20 Personen – der Brandschutz ist zu beachten – die Motte besichtigen und auf der Plattform stehen. Eine Besichtigung ist dann machbar, wenn mindestens zwei Führer zur Verfügung stehen. In der Praxis sieht das so aus, dass ein Führer mit den Besuchern in der Motte ist und Infos liefert, der zweite Führer am Eingang steht und den Einlass regelt. Auch eine Telefonverbindung für den Notfall kann installiert werden.

Nach ersten Überlegungen soll die Motte von April bis Oktober einmal in der Woche, jeweils sonntags, für etwa drei Stunden für den Besucher geöffnet sein. Einzelpersonen können zu den Öffnungszeiten die Motte besteigen, Gruppen wird die Anmeldung im Rathaus empfohlen. Zur Deckung der Unterhaltungskosten ist geplant, das Erwachsene einen Kostenbeitrag von 2,50 Euro zahlen, Kinder einen Euro, für Gruppen oder Schulklassen ist an eine Pauschale gedacht. Während der Wintermonate ist die Motte geschlossen.

Während der Öffnungszeiten bietet sich möglicherweise für Gruppen auch eine kleine Gastronomie an. Im Casino der benachbarten Reitanlage wird bereits überlegt, Kaffee und Kuchen anzubieten. Weitere Einzelheiten bedürfen der Klärung.

Als Führer sollten sich Personen einbringen, die in der Sache und damit auch in der Historie bewandert sind. Flyer sollen jeden Besucher weitere Infos vermitteln. Erste ernsthafte Führungen könnten durch die Gräfliche Allianz Arnsberg-Mark erfolgen. Der Verein hat seinen Sitz von Balve nach Küntrop verlegt, steht für Bogenschießen und für mittelalterliche Schaukämpfe in Ritterrüstung zur Verfügung. Darüber hinaus soll der Heimatverein Neuenrade für ein Engagement ebenso gewonnen werden, wie weitere Einzelpersonen.

Erste Anfragen aus den Nachbarstädten haben inzwischen das Rathaus erreicht, überwiegend sind es Gruppen, die im Rahmen einer Wanderung oder Infotour die Motte besteigen wollen. Auch Schulklassen haben starkes Interesse signalisiert. Zu den ersten Schulklassen zählt die 3b der Grundschule Neuenrade. Die Schüler können sich freuen, denn kein anderer als Neuenrades erster Bürger wird ihnen vor und auf der Plattform der Motte Rede und Antwort stehen. Klaus Peter Sasse und Ortsvorsteher Ludger Stracke sind sich sicher, dass schon in Kürze das Nutzungskonzept realisiert werden kann.

Von Udo Schnücker

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