Weiteres Personal gesucht

Ein Monat Versorgungszentrum: So fällt die erste Bilanz aus

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In der Praxis von Landarzt Michael Beringhoff an der Zweiten Straße läuft seit einem Monat der Betrieb des neuen Medizinischen Versorgungszentrums Neuenrade. Die erste Bilanz des medizinischen Leiters fällt positiv aus.

Neuenrade – Einen Monat, nachdem das Medizinische Versorgungszentrum Neuenrade (MVZN) Anfang Januar an den Start gegangen ist, zeigt sich Michael Beringhoff als medizinischer Leiter der Einrichtung begeistert.

„Es läuft wirklich rund“, stellt der Landarzt, in dessen Praxis an der Zweiten Straße das MVZN beheimatet ist, fest. 

Es sei bereits in der kurzen Zeit für ihn und seine Kollegin Renate Bojarzin-Kraus möglich gewesen, neue Patienten „neben dem gewohnten Patientenstamm“ dazu zu gewinnen. Das MVZN habe „eine gute Akzeptanz“, stellt der Mediziner fest. „Das Terminbuch von uns beiden ist gut gefüllt.“ 

Das Arbeitspensum sei sogar derart hoch, „dass wir mit einer zusätzlichen Medizinischen Fachkraft planen“, verkündet der Leiter. „Bewerbungen sind erwünscht“, ruft er auf. 

Pilotcharakter in NRW

Weil das Neuenrader Medizinische Versorgungszentrum Pilotcharakter in Nordrhein-Westfalen hat, ist das Interesse an der Einrichtung seit der Eröffnung nicht nur in der Hönnestadt groß. So berichteten beispielsweise auch Sat. 1, RTL und der WDR in seinen Regionalformaten über das MVZN. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) sagt: „Etwa acht bis zehn Anfragen bekannter Medien gab es bisher.“ Beringhoff ergänzt: „Das hat uns sehr gefreut, war aber auch gewollt, um weitere Ärzte für das Projekt zu interessieren.“ Der Mediziner kündigt an: „Das ist gelungen. Und so werden wir bereits in den nächsten Wochen Gespräche mit Bewerbern führen.“ 

Stadtoberhaupt Wiesemann erläutert: „Die Süddeutsche Zeitung wird im März über unser MVZN berichten.“ Landarzt Beringhoff verdeutlicht die Strategie der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR), in welcher das Neuenrader Versorgungszentrum rechtlich organisiert ist: „Weitere Medienanfragen haben wir zunächst verschoben – und später noch einmal Werbung für unsere Idee machen zu können.“ 

Kritik von der Opposition

Daniel Wingen (CDU), Vorstand der AöR betont: „Interesse am Versorgungszentrum kam auch aus ganz anderer Ecke: So haben einige Bürgermeister Kontakt zu uns gesucht. Und auch weitere Vertreter anderer Kommunen haben sich hier vor Ort informiert, beispielsweise aus dem Kreis Olpe.“ 

Das MVZN am Standort Zweite Straße in der Praxis von Beringhoff hatten vor allem die CDU als Mehrheitsfraktion und die Stadtverwaltung um Bürgermeister Wiesemann durchgesetzt. Die Oppositionsparteien in der Hönnestadt sehen diesen Standort weiterhin sehr kritisch und sparten auch in ihren Haushaltsreden am Mittwochabend in der Ratssitzung nicht mit Kritik an der Einrichtung. Bemängelt wird immer wieder die fehlende Barrierefreiheit der Beringhoff-Praxis sowie aus Sicht der Opposition eine zu geringe Anzahl an Parkplätzen im unmittelbaren Umfeld. Deshalb waren vor der Entscheidung für die Zweite Straße auch alternative Standorte wie beispielsweise das Hönnemed-Center an der Werdohler Straße diskutiert worden.

Die Öffnungszeiten des Medizinischen Versorgungszentrums Neuenrade (MVZN): Die neue Einrichtung (Tel. 0 23 92 / 6 18 38) an der Zweiten Straße ist ab Januar montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Mittwochs und freitags finden die Sprechstunden jeweils von 8 bis 13 Uhr statt, und dienstags sind Patienten von 8 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung willkommen.

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