Moderne und temporeiche Version von Hans im Glück

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Petra Nadolny und Wolfgang Fiebig vom „Theater 1+1“ begeisterten die 65 Kinder der Aktion Ferienspaß im Jugendzentrum. ▪

NEUENRADE ▪ Einen alten Koffer, ein Seil, ein Lenkrad, zwei Stühle, einen goldenen Stein und einen Holzrahmen – mehr brauchen Petra Nadolny und Wolfgang Fiebig nicht um auf den Brettern des Jugendzentrums die Welt darzustellen.

Das Duo „Theater 1+1“ zeigte zur Eröffnung des Ferienspaßes die Geschichte „Glück gehabt, oder?“.

Die aus Film und Fernsehn bekannte Schauspielerin – unter anderem durch Switch – Petra Nadolny spielt Hans. Der fröhliche Zeitgenosse bekommt durch ein Versehen von seinem Chef einen Klumpen Gold. Doch die anfängliche Freude vergeht schnell – denn das Gold ist schwer und es ist mühselig den Klumpen zu tragen. „So ein Glück“, sagt Hans, als er den funkelnden Stein gegen ein Haus eintauscht. Doch die zänkische Nachbarin lässt auch hier wieder die anfängliche Freude verfliegen.

Wieder hat er Glück. Er tauscht das Haus gegen ein schickes Auto – weil er nicht fahren kann, setzt er das Auto gegen einen Baum. Er ist clever und tauscht den Schrott gegen einen Fernseher. Doch die Gewalt und die Werbung im Fernsehen machen ihm das Leben zur Qual. Aber er wäre ja nicht Hans, wenn er nicht auch da Glück hätte...

Mit der modernen und temporeichen Version des Märchens „Hans im Glück“ begeisterten Petra Nadolny und Wolfgang Fiebig die 65 Kinder. Dabei behielt das Theater 1+1 die Grundhandlung der Geschichte weitestgehend bei, das Geschehen übertrugen sie jedoch auf die heutige Zeit. Gegenstände sind durch Dinge wie Fernseher, oder Auto ersetzt worden. Wie bei den Brüdern Grimm verliert Hans seinen ganzen Besitz an einen schlitzohrigen Gesellen, der ihn mit List und Tücke ein ums andere Mal betrügt. Dennoch verliert Hans seine Fröhlichkeit nicht und denkt immer, welch ein Glück er hat.

„Es geht darum den Kindern zu zeigen, dass Glück nicht nur von materiellen Dingen abhängt“, erklärte Jugendzentrumsleiterin Gabi Bildstein-Ulianowsky das pädagogische Konzept hinter der Aufführung.

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