Auftrag ausgelaufen

Mitten in der Corona-Pandemie: Unternehmen entlässt einige Mitarbeiter

Die Kohlhage-Gruppe ist international aktiv und beliefert zum Großteil die Automotive-Branche. Inzwischen hat der Umsatz der Gruppe die 50-Millionen-Euro-Grenze überschritten.
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Die Kohlhage-Gruppe ist international aktiv und beliefert zum Großteil die Automotive-Branche. Inzwischen hat der Umsatz der Gruppe die 50-Millionen-Euro-Grenze überschritten.

Bei der Kohlhage-Gruppe in Neuenrade ist es zu einigen Entlassungen gekommen.

„Es handelt sich um einen Projektauslauf einer Erstentwicklung im Bereich der E-Mobilität und den Erstauftrag der 2018 gegründeten Kohlhage E-Tech. Der Projektauslauf ist in einvernehmlicher Absprache und im Konsens mit dem Kunden erfolgt“, hieß es auf Anfrage von der Kohlhage-Gruppe zum Verlust der Arbeitsplätze. Im Zuge dessen seien nun daran hängende Arbeitsplätze bedauerlicherweise verloren gegangen, erläuterte Sven Lehecka, Geschäftsführer der im Kohlhage-Standort angesiedelten Kohlhage E-Tech GmbH.

In Ergänzung zum Erstprojekt werde in drei weiteren E-Mobilitätsprojekten das erworbene Wissen angewendet und ausgebaut.

„Projektgebundene Mitarbeiter“ werden nicht weiter beschäftigt

Daraus resultierende Umstrukturierungen hatten zur Folge, dass „projektgebundene Mitarbeiter“ nicht weiter beschäftigt werden können und „befristete Arbeitsverträge“ auslaufen. Ebenso wurde die flexible Leiharbeit eingestellt. „Trotz aller aktueller Corona-Einflüsse ist die Kohlhage E-Tech gesund aufgestellt und hat ein ordentliches Ergebnis erwirtschaftet“, sagte Lehecka.

Zuvor waren Gerüchte gestreut worden, die von der Entlassung von gleich 60 Mitarbeitern berichteten. Lehecka zeigte sich erstaunt und irritiert. „Das wäre eine Massenentlassung.“

Grenze von 50 Millionen Euro geknackt

Die Kohlhage E-Tech GmbH ist gemeinsam mit der Kohlhage Service, der Kohlhage Automotive und der Kohlhage Fasteners – allesamt GmbH & Co KG – am Küntroper Standort angesiedelt. Wie Sven Lehecka erläuterte, habe sich die E-Tech als zusätzliches Standbein etabliert und einen guten Teil dazu beigetragen, dass Kohlhage nun insgesamt die 50-Millionen-Euro-Umsatzschwelle geknackt habe. Der Umsatz lag noch 2019 bei 42 Millionen Euro. Damit werde Kohlhage „als Systempartner im Automobilbereich wahrgenommen“.

Angesichts der anstehenden Veränderungen in der Automobilbranche hat Kohlhage den aufkommenden Trend zur E-Mobilität wohl frühzeitig erkannt und sich mit spezialisierten Baugruppen zum Systempartner weiterentwickelt. So baue man nun Aggregate-Rahmen, welche die Aufhängung des E-Motors für die Van-Serie eines namhaften Automobilherstellers übernehmen.

Gruppe wurde 1929 gegründet

Dabei handelt es sich um – so der Fachbegriff – „dokumentationspflichtige Bauteile mit sicherheitsrelevanten Merkmalen“. Der Aggregate-Rahmen müsse bei einem Unfall dieselbe Aufprallenergie kompensieren können, wie ein herkömmlicher Verbrennungsmotor nebst Aggregaten.

Die Kohlhage-Gruppe wurde 1929 gegründet und zählt laut Homepage nun rund 200 Mitarbeiter. Hauptstandort ist Küntrop, es gibt auch einen Ableger in China.

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