Das meiste Geld fließt in den Erhalt

Der Vorsitzende, Professor Dr. Peter Renvert, informierte die Mitglieder über den Stand der Dinge in Sachen Umgehung.- Foto: Jentzsch

Neuenrade - Die Mühlen der Politik mahlen langsam. Das wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft B229n-ortsfern am Montagabend deutlich: So langsam, dass im Laufe der Jahre und Jahrzehnte geänderte Rahmenbedingungen wahrscheinlich bis zum endgültigen Beschluss immer wieder zu neuen Bewertungen der Machbarkeit eines Projekts führen.

Ob die B229n realisiert werde, sei derzeit nicht abzusehen. Weil der Großteil der zur Verfügung stehenden Finanzmittel mittlerweile in den Erhalt des Bestandes fließe und neue Projekte deshalb akribisch auf ihre Dringlichkeit untersucht würden, sei ein Ende der Diskussionen so schnell nicht zu erwarten.

Der Vorsitzende der IG, Professor Dr. Peter Renvert, tauscht sich regelmäßig mit dem Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Ludger Siebert, über den aktuellen Stand der Dinge aus. Die neuesten Informationen teilte er am Montag den Mitgliedern mit. Siebert verwies in seiner AntwortMail auf einen Internet-Link des Bundesverkehrsministeriums. Auf dieser Seite sei der derzeitige Bearbeitungsstand nachzulesen.

Frühestens 2016 sei das Verfahren so weit fortgeschritten, dass die Beschlussphase im Bundeskabinett und Bundestag anstünde. Siebert erklärte weiterhin, dass in NRW der Fokus aktuell auf wichtigere Bereiche gelegt werde – den Erhalt des Fernstraßennetzes – weshalb abgewartet werden müsse, ob das Projekt 2016 überhaupt noch weiter verfolgt werden könne.

Renvert warf in seinem Jahresbericht den Blick über den Tellerrand hinaus, rechnete vor, wie dramatisch die Situation auf deutschen Straßen und Brücken aussieht. - maj

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