Kulturverein

Forum freut sich auf ein ereignisreiches Kulturjahr

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16 Interessierte waren zur Mitgliederversammlung des Forums Neuenrade gekommen. Im Mittelpunkt standen die Berichte aus dem vergangenen Jahr.

Neuenrade - Das Forum Neuenrade traf sich am Donnerstag zur Mitgliederversammlung. Gekommen waren 16 Interessierte, die einen Jahresrückblick - und einen Ausblick auf 2018 hörten.

„Wir müssen uns nicht verstecken in Neuenrade“, sagte Wolfgang Schulte – der Vorsitzende des Forum Neuenrade – am Donnerstagabend nicht ohne Stolz bei der Mitgliederversammlung des Kulturvereins.

Andrea Ziemann ergriff als Erste das Wort. Sie sprach für die Forum-Unterabteilung Musik und Tanz. Besonders gern erinnerte sie sich an die diesjährige Veranstaltung mit dem Freddie-Mercury-Tribute des Duos The Royal Squeeze Box in der Affelner St.-Lambertus-Kirche.

„Es war so voll, dass wir gar nicht mit dem Stühle-Schleppen nachkamen“, hatte Ziemann den Abend noch vor Augen, als wäre es gestern erst gewesen. Und beim Marimba-Konzert von Simon Roloff in der Villa am Wall war die Abteilungsleiterin erstaunt, „so viele junge Leute im Publikum“ zu sehen.

Im Januar kommt Wilfried Schmickler

Ludger Heitmann ist im Forum Neuenrade zuständig für Literatur und Kleinkunst. Sehr gut kam im noch laufenden Jahr das von ihm verantwortete Konzert der Pee-Wee-Bluesgang an. Für den 20. Januar steht in dieser Abteilung bereits der nächste Höhepunkt an: Dann gastiert Kabarettist Winfried Schmickler in Neuenrade.

Dr, Rolf Dieter Kohl leitet die Abteilung Geschichts- und Heimatverein. Er zeigte sich am Donnerstag zufrieden: „Jeder unserer Vorträge ist beinahe ausverkauft.“ Besonders in Erinnrung blieb ihm aber eine Ausstellung zum ehemaligen Küntroper Gasthof Schweitzer, den „sicher 500 bis 600 Besucher“ im Foyer des Rathauses gesehen haben. 

Ebenda wird es im kommenden Jahr wieder eine Ausstellung zu einem Küntroper Thema geben. Der Neuenrader Stadtteil feiert 2018 sein 950-jähriges Jubiläum. Dr. Kohl sammelt bereits jetzt Exponate für eine Schau zum Thema und verspricht „Spannendes und Überraschendes“.

Das Weihnachtskonzert ist der nächste Höhepunkt

Über das städtische Kulturangebot referierte Margarete Kind. Fast jede Veranstaltung der Stadt sei ausverkauft, war sie mehr als zufrieden. Als nächster Höhepunkt warte im Kalender des noch laufenden Jahres das Weihnachtskonzert im Kaisergarten am Sonntag, 17. Dezember.

Am 3. Advent treten dann wieder Neuenrader Gesang- und Musikvereine gemeinsam auf. 2018 sei einer der besonderen Abende, die der Kulturkalender der Stadt verspricht, jener mit der A-cappella-Popband aus Dresden.

Die Abteilung Bildende Kunst vertritt Irmhild Hartstein. „50 bis 100 Besucher“ pro Ausstellung bilanzierte sie. Im Frühjahr 2018 folge die nächste Werkschau – und zwar von Beate Overhoff aus Affeln.

Erfolge bei der kulturellen Bildung

Hartstein sprach ebenfalls für die Forums-Abteilung Kulturelle Bildung, sprich die Kinderkunst-Werkstatt: „Die Kiku läuft wie geschnitten Brot“, jubelte die 70-Jährige. Sie ergänzte: „Durch die Jugendlichen bin ich im Kopf noch 18.“

Mehr als 60 Kinder und Teenager betreue sie pro Woche. 2018 starte eine Idee von ihr durch: das Gassenwächter-Projekt. In jeder Neuenrader Gasse solle dabei eine Holzskulptur aufgestellt werden. Diese haben Jugendliche geschaffen, die in Folge auch dafür Sorge tragen wollen, dass die jeweiligen Gassen auch von Unrat verschont blieben.

Horst Hanke berichtete aus der Abteilung Stadtverschönerung. „Der achte Babywald-Tag war in diesem Jahr der erste, der verregnet war.“ 47 Bäume wurden gepflanzt. Im kommenden Jahr folge dann der letzte auf dem Kohlberg – und zwar aus Platzgründen. „Neue Territorien suchen wir derzeit“, ließ Hanke wissen.

Weitere nächtliche Lesungen sind geplant

Ex-Bürgermeister Klaus Peter Sasse ist im Forum Neuenrade zuständig für die Abteilung Projekte. Er berichtete von einer nächtlichen Lesung mittelalterlicher Sagen. Diese Aktion werde er im Sommer 2018 sicher erneut aufleben lassen, versprach er in seinem Bericht.

Für das Jugendforum sprach Wolfgang Schulte. 17 aktive 12- bis 17-Jährige seien dort unterdessen versammelt. Diese hätten im auslaufenden Jahr eine Überraschungsaktion durchgeführt.

Ohne, dass die Jugendlichen zuvor wussten, worauf sie sich einlassen, sind sie zunächst gewandert, haben dann das Bogenschießen ausprobiert und letztlich eine Geschicklichkeits-Prüfungen bestanden. 2018 werde das lang gewünschte Jugend-Café als Leader-Projekt umgesetzt.

Leichtes Minus in der Kasse

Margarete Kind verlas dann auch noch den Kassenbericht. Der Kulturverein Forum Neuenrade hat in den zurückliegenden zwölf Monaten ein kleines Minus erwirtschaftet.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes brachte Ludger Heitmann noch zwei Ideen ins Vereinsleben ein. Zum ersten wünschte er sich, dass in Neuenrade die Werdohler Idee der Selfie-Points aufgegriffen werde.

Zum Zweiten schlug er vor, mit Hilfe von Planen, Folien und Kies dauerhaft dafür zu sorgen, dass die Hönne-Quelle nicht ständig erneut wieder zuwuchert.

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