Klimaschutz und Gesundheitsvorsorge 

+
Mit dem E-Bike zur Arbeit: Für einige Mitarbeiter der Echterhage-Gruppe ist das inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden.

Neuenrader - Jürgen Echterhage ist von Pedelecs überzeugt – und hat deshalb beschlossen, die  Mitarbeiter seines Unternehmens bei der Anschaffung von E-Bikes zu unterstützen.

Neuenrade – Der Unternehmer ist selbst leidenschaftlicher E-Bike-Fahrer. 1500 bis 2000 Kilometer legt er pro Jahr mit dem Pedelec zurück. „Mit einem normalen Fahrrad würde ich das nicht machen“, räumt er freimütig ein. „Das Fahren mit dem E-Bike macht auch deshalb viel Spaß, weil man selbst bestimmen kann, wie sehr man sich gerade anstrengen möchte.“ 

Nachdem klar war, dass in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auch viele der geplanten Mitarbeiter-Urlaubsreisen ins Wasser fallen würden, habe er sich ein Konzept überlegt – und nach einem E-Bike-Leasing-Anbieter gesucht. „Die Firma ist der Vertragspartner dieses Anbieters und zahlt die Leasing-Rate“, erklärt der Geschäftsführer der Echterhage Holding. Dem Arbeitnehmer wird die Leasing-Rate dann jeweils monatlich vom Brutto-Lohn abgezogen. 

„Durch dieses System wird ein E-Bike für viele Menschen erschwinglich“, weiß Echterhage. Denn nicht jeder sei in der Lage 2000 bis 5000 Euro für ein Pedelec auf den Tisch zu legen. Zu den steuerlichen Vorteilen komme, dass der Arbeitgeber auch die Kosten für die Versicherung und die verpflichtenden Inspektionen übernimmt.

Nach drei Jahren Vertragslaufzeit erhält der Arbeitnehmer ein Übernahmeangebot vom Leasing-Anbieter. Nimmt er es an und zahlt den entsprechenden Betrag, geht das E-Bike in seinen Besitz über. „Alternativ kann man es natürlich zurückgeben“, erklärt der Neuenrader das Prozedere. Allerdings lohne es sich, das Pedelec zu behalten: „Die Räder sind robust und halten locker zehn Jahre“, weiß Echterhage aus Erfahrung. 

Bei den Mitarbeitern seines Unternehmens kommt das Angebot sehr gut an: „Seit Juni sind bereits 45 Räder geordert worden“, erzählt der Neuenrader. Insgesamt hätten aber noch weitere der mehr als 200 Mitarbeiter Interesse bekundet. „Allerdings ist der E-Bike-Markt momentan leer gefegt.“

Die große Resonanz seitens der Mitarbeiter habe ihn allerdings überrascht: „Hier schafft eindeutig ein Angebot die Nachfrage“, stellt Echterhage fest. Ein Grund für das große Interesse vermutet der Unternehmen im Partner-Angot: „Jeder unserer Mitarbeiter kann bis zu zwei E-Bikes ordern, damit auch der Lebenspartner eines nutzen kann.“ Denn die Pedelecs dürfen auch in der Freizeit genutzt werden, „und die verbringen viele Menschen mit ihrem Partner.“ 

Dass die E-Bikes auch tatsächlich genutzt werden, haben die Mitarbeiter des Unternehmens bereits unter Beweis gestellt – und innerhalb von acht Wochen gemeinsam mehr als 900 Kilometer zurückgelegt. Das freut Echterhage, der die E-Bike-Nutzung nicht nur aus ökologischer Sicht, insbesondere aus Klimaschutzgründen, für ausgesprochen sinnvoll hält: „Es ist auch eine Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter.“ Einen weiteren positiven Effekt hat der Unternehmer ebenfalls ausgemacht: „Einige Mitarbeiter unternehmen in ihrer Freizeit jetzt gemeinsame Fahrradtouren im Team. Das kommt natürlich dem Arbeitsklima zugute.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare