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Mit Plan B: So planen Neuenrades Schützen ihr großes Fest

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Von: Michael Koll

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In Neuenrade soll in diesem Sommer wieder Schützenfest gefeiert werden.
In Neuenrade soll in diesem Sommer wieder Schützenfest gefeiert werden. © Andrea Kellermann-Michels

Nach zwei Festabsagen aufgrund der Covid19-Krise hat sich die Neuenrader Schützengesellschaft entschieden, in diesem Jahr wieder Schützenfest zu feiern.

Neuenrade ‒ Die Neuenrader Schützen seien „fest entschlossen, vom 29. bis zum 31. Juli zu feiern.“, teilt Marius Holub, Presseoffizier der Schützengesellschaft, mit. Er verdeutlicht: „Wir planen ein normales Schützenfest, so wie wir es alle kennen.“ Doch auch unter 2G- oder 3G-Bedingungen werde ein Fest durchgeführt, versichert er: „Wir sind auf alles gefasst. Für den Fall eines Wiederaufkeimens der Pandemie und erneut stärkerer Einschränkungen und Vorgaben, haben wir einen Plan B in der Hinterhand, etwa für Einlasskontrollen an den Zelteingängen.“

Was auf die Schützengesellschaft am Ende finanziell zukomme, sei – auch in Hinblick auf den Ukrainekrieg – „vergleichbar mit einem Blick in die Kristallkugel“, gesteht der Presseoffizier. „Die Kosten für das Fest sind erheblich gestiegen und in einigen Bereichen noch gar nicht absehbar“, fügt er an. Zu diesen Bereichen zähle auch der Bierpreis. „Fest steht indes nur, dass wir den Bierpreis von bisher letzten Fest nicht mehr werden halten können“, so Holub.

Ebenso unabwägbar sei es, „ob die Neuenrader Bevölkerung wieder Lust auf ein Schützenfest hat.“ Derartige unkalkulierbare Risiken halten die Schützen aber nicht von einem solchen Angebot ab. „Sollte sich unser Schützenfest nicht von alleine tragen, werden wir eine mögliche Einnahme-Ausgaben-Differenz aus der Vereinskasse ausgleichen“, bekräftigte Holub. Die Rücklagen der vergangenen Jahre ließen solch eine Investition auf dem Weg zurück in die ersehnte Normalität im Extremfall durchaus zu.

Eine von Corona unabhängige Änderung des Festablaufes stehe bereits fest. „Da das Evangelische Seniorenzentrum umgebaut wird, macht an dieser Stelle ein Eintrommeln kurz vor dem Fest am 24. Juli keinen Sinn“, erläutert der Pressesprecher. Das Platzkonzert zum Auftakt der Festwoche werde an einen alternativen Standort umziehen, der noch bekannt gegeben werde.

„Das amtierende Schützenkönigspaar Mirko und Ute Tiffe ist bereits voller Vorfreude und kann es kaum noch erwarten, endlich sein Schützenfest feiern zu dürfen“, weiß der Pressesprecher der Schützengesellschaft. Auf ihr Volk treffen Ute und Mirko dann allerdings in nur einem großen Zelt. „2022 wird es kein Hauptzelt mit Anbau geben“, verrät Holub bereits. „Die Gesamtgröße der Feierfläche wird im Zelt aber nur unwesentlich kleiner sein.“

Die in den vergangenen zwei Jahren als Ersatzveranstaltung initiierte Schützenrallye, bei der Interessierte mithilfe von QR-Codes ähnlich einer Schnitzeljagd durch die Kernstadt geleitet werden, soll es auch in diesem Sommer wieder geben. „Erneut werden auf einer rund drei Kilometer langen Strecke schützenhistorisch wichtige Punkte erwandert“, erklärt Holub. „Zum Abschluss können Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen. Für jeden richtig ausgefüllten Bogen gibt es einen Gutschein, der bei einem Herbstfest auf dem Schießstand eingelöst werden kann.“

Die zu diesem Schießstand gehörende Toilettenanlage werde derzeit renoviert. „Nach einem Wasserschaden haben wir uns entschlossen, den kompletten Sanitärbereich zu sanieren. Dabei wird auch die Damentoilette erweitert, weil wir erfreulicherweise immer mehr Frauen auf dem Schießstand begrüßen dürfen.“

Abschließend kündigt Marius Holub an, dass am 7. Mai das Medaillenschießen auf dem Schießstand beginnt. Samstags von 14 bis 18 und sonntags von 10 bis 12 Uhr können die Schützenschwestern und -brüder auf die Jagd nach den Medaillen gehen – und zwar an jedem Mai-Wochenende sowie am 11., 12., 18. und 19. Juni. Willkommen zu diesem Wettbewerb seien ausdrücklich auch Noch-Nicht-Mitglieder der Schützengesellschaft.

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