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Preisgekröntes Traditionsunternehmen

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Von: Peter von der Beck

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Geschäftsführer Fernando Sanchez (3. von Rechts) hatte gut zu tun: Er musste jede Menge Gäste aus aller Herren Länder begrüßen.
Geschäftsführer Fernando Sanchez (3. von Rechts) hatte gut zu tun: Er musste jede Menge Gäste aus aller Herren Länder begrüßen. © von der Beck, Peter

Mit Gästen aus aller Welt feierte in diesen Tagen die H. Büsche GmbH & Co. KG ihren 150. Geburtstag. Das Traditionsunternehmen gehört zu den Besten seiner Branche. Es stellt Vorhanggarnituren her. Das Design ist preisgekrönt.

Neuenrade – In 150 Jahren hat man bei Büsche große Herausforderungen gemeistert: Allein zwei Weltkriege und diverse Wirtschaftskrisen. Nicht viele Firmen werden so alt. Heute zählt die H. Büsche GmbH & Co. KG zu den besten Firmen in der Branche, ihre Produkte werden komplett in ihrem Werk in Neuenrade hergestellt – Made in Germany ist hier offenbar keine leere Hülle. Hergestellt werden Vorhanggarnituren aller Art, die unter anderem in Hotels zum Einsatz kommen, und für die Büsche in diesem Jahr mit dem German Design Award ausgezeichnet wurde. Am Freitag feierte das Unternehmen mit Lieferanten und Kunden diesen 150. Geburtstag an seinem Sitz in Neuenrade.

„Most exciting“

Und die Kundschaft lobte Büsche. „Most exciting“, sagte der Kanadier John Lew zur Neuenrader Firma. „Nothing comes close to it.“ Lew ist Direktor der Timestyles Motorized Window Fashions Inc., einer kanadischen Firma für automatisierte Fensterrollos.
Unternehmer Bret Jackson, bezeichnete den Hersteller aus Neuenrade als „Big number!“. Seit 30 Jahren ist Jackson im Geschäft mit „Window decoration“ und ist so lange auch mit Büsche im Geschäft. Er war mit Sohn Niklas aus Santa Carolina (USA) angereist, um an der Geburtstagsfeier teilzunehmen. Nicht nur Kunden waren unter den Gästen: Auch der 85-jährige Hans Honsdrecht, ehemaliger Vertreter von Büsche, war eingeladen worden. Er hatte schon die 100-Jahr-Feier von Büsche mitgemacht.

Exportorientiert

Die internationale Gäste-Schar wurde jedenfalls herzlich in dem exportorientierten Unternehmen empfangen. Fernando Sanchez, Chef des renommierten Unternehmens, begrüßte alle Gäste, ein Fotograf schoss dabei etliche Erinnerungsfotos. Service-Kräfte kämpften sich derweil durch die Gästeschar und versorgten alle mit Häppchen oder Sekt. Auch alle möglichen Kaffee-Spezialitäten waren im Angebot. Für jazzige Hintergrundmusik sorgten Jens Dreesmann und seine Frau. Sogar Zauberer waren engagiert worden. Auch die Mitarbeiter feierten mit. Und von denen hörte man viel Lob für das Unternehmen. Emsud Mulalic oder Alessandro und Gerolamo Barone hoben die Daumen. „Eine sehr gute Firma“, hieß es – „ohne zu lügen.“

Makellose Oberflächen

Jan Homrighausen führte Besucher durch das Unternehmen, zeigte in einer großen Halle Frästeile aus Aluminium oder Messing, die unter anderem auf sechs Maschinen bearbeitet werden, die Sergej Ortlieb unter seinen Fittichen hat.
Wichtig für die Produkte: Die Oberfläche muss makellos sein – dafür wird mithilfe einer Gleitschleifanlage oder dem Einsatz von Polierrobotern gesorgt. Die interessierten Besucher konnten aber auch Schleifern und Polierern bei der Arbeit bestaunen. Am Ende bekamen sie die fertigen Verkaufsprodukte im eleganten Showroom zu sehen. Klar, dass immer mehr Vorhanggarnituren motorisiert und per App steuerbar sind.

Turbulente Zeiten

Es sind turbulente Zeiten, und die explodierenden Energiekosten quälen auch Büsche-Geschäftsführer Sanchez. Er sprach von einem sechsstelligen Betrag, den man aufzubringen hatte – doch er und die 65 Mitarbeiter haben die Geschäfte offenbar im Griff.

Im Stadtmuseum

Das Unternehmen kommt jetzt auch zu besonderen Ehren: Es wird ab Sonntag, 16. Oktober im Neuenrader Stadtmuseum, jeweils von 15 bis 17 Uhr und dann immer jeden 3. Sonntag im Rahmen einer Sonderausstellung gewürdigt. Am ersten Ausstellungstag ist auch Geschäftsführer Fernando Sanchez anwesend.

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