Neuenrade ist im Luca-Netzwerk

Mit der App zur Veranstaltung, ins Restaurant oder in den Laden

Stellten die Nutzung der Luca-App in Neuenrade am Dienstag vor: (von links) Sebastian Schneider, Antonius Wiesemann, und Sandra Horny.
+
Stellten die Nutzung der Luca-App in Neuenrade am Dienstag vor: (von links) Sebastian Schneider, Antonius Wiesemann, und Sandra Horny.

Die Stadt Neuenrade ist Teil des Luca-Netzwerkes – seit gut vier Wochen schon. Theoretisch könnte die Stadtverwaltung sofort mit Hilfe der App zur Kontaktpersonennachverfolgung eine Kulturveranstaltung anbieten.

Mit dem Gang an die Öffentlichkeit hatte sich Verwaltungschef und Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) bislang nur zurückgehalten, weil das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises noch nicht in das Luca-Netzwerk eingebunden war. Das ist mittlerweile passiert.

Nun ergibt es auch Sinn, dass sich Einzelhändler und Restaurantbetreiber, wenn die Pandemielage eine Öffnung wieder zulässt, an dem System beteiligen. Sandra Horny als Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins wird bei Fragen behilflich sein, kann Tipps im Umgang mit der Software geben.

Freibad, Stadtbücherei und Kaisergarten werden eingebunden

Eingebunden werden sowieso alle städtischen Ableger mit Publikumsverkehr. Dazu gehören zum Beispiel das Freibad, die Stadtbücherei und der Kaisergarten. Wer die App auf seinem Smartphone hat, kann künftig die Bücherei betreten oder eben flott ins Freibad gehen, ohne seine Daten jedes Mal auf Neue von Hand in eine Liste eintragen zu müssen.

Dass nicht jeder ein Smartphone hat oder es nicht unbedingt mit ins Feibad nehmen möchte, ist Bürgermeister Wiesemann und auch Sebastian Schneider, EDV-Fachmann in der Neuenrader verwaltung, natürlich bewusst. Doch auch dafür hat Luca eine Lösung. So gibt es Schlüsselanhänger mit einem individuellen QR-Code. Die Stadt hat eine größere Anzahl bestellt. Aber: Das Unternehmen Luca ist derzeit mehr als ausgelastet. Die Ware ist noch nicht eingetroffen. Ob die Stadt die Schlüsselanhänger kostenlos abgibt, steht noch nicht fest.

Einmalige Registrierung erforderlich

Für die Schlüsselanhänger muss man sich einmalig bei „Luca“ registrieren. Das kann auf dem heimischen PC geschehen. Auch bei der Stadtverwaltung ist die Registrierung möglich, erläuterte Bürgermeister Wiesemann.

Datenschutz: Ladeninhaber oder Restaurantbetreiber bekommen von ihren Kunden oder Besuchern nur verschlüsselte Daten zu sehen.

Die App funktioniert mit drei Beteiligten: Da ist der Betreiber, der einen QR-Code aushängt oder ein spezielles Gerät erwirbt, da ist der Nutzer mit der App auf Smartphone oder mit Schlüsselanhänger und da ist das Gesundheitsamt. Das erhält die Daten nach einem bestätigten Infektionsfall elektronisch und kann die Kontaktverfolgung wesentlich einfacher durchführen. „Nur das Gesundheitsamt kann die Daten entschlüsseln“, betonten Schneider und Wiesemann unisono. Wer die App herunterlädt, der muss seine Kontaktdaten einmalig hinterlegen, danach funktioniert alles verschlüsselt. Es ist möglich, der App Rechte einzuräumen. Wer zum Beispiel GPS (Geografisches Positionierungssystem über Satellit) erlaubt, wird automatisch in Geschäft oder Restaurant abgemeldet, wenn er sich nach Einkauf oder Essen eine gewisse Strecke vom Ort entfernt.

Erweiterte Möglichkeiten für Restaurantbetreiber

Auch Ladeninhaber oder Restaurantbetreiber haben erweiterte Möglichkeiten. Einzelne Tischgruppen könnten per App erfasst werden, erläuterte Schneider.

Die App bietet aber auch Manipulationsmöglichkeiten: Nutzer könnten bei der Erstregistrierung einen falschen Namen angeben... „Aber das kann man natürlich auch bei den üblichen Listen tun“, sagte Sandra Horny. Sebastian Schneider betonte: „Die App spart vor allem Zeit.“

Im Infektionsfall werden alle Besucher informiert

Tritt ein Infektionsfall ein, werden alle Besucher informiert, die sich parallel mit dem Infizierten an dem Ort aufgehalten haben. Gleichzeitig wird das Gesundheitsamt informiert, das dann Zugriff auf die Daten der übrigen Gäste hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare